04 August 2012

Rezension: "Scatterheart" von Lili Wilkinson

Erscheinungsdatum: 15. Januar 2009
Seitenanzahl: 450 Seiten
ISBN:  978-3815795118


Inhalt:
Eine junge Dame von Stand kämpft um ihr Glück, ihre Freiheit und die große Liebe.
London, 1814: Hannahs idyllisches Leben wird jäh gestört, als ihr Vater eines Mordes bezichtigt nach Paris flieht. Von nun an stolpert das Mädchen von einem Alptraum in den nächsten: Sie landet im Gefängnis und wird zu jahrelanger Zwangsarbeit in einer australischen Strafkolonie verurteilt.
Während der monatelangen Seereise lernt sie James, den attraktiven und charmanten Schiffsleutnant, kennen. James verspricht ihr ein standesgemäßes Leben in Luxus und Reichtum. Doch schon bald entpuppt er sich als unbeschreiblich brutal und kaltblütig. Hannahs Situation wird immer unerträglicher und aussichtsloser. Kann sie den Lauf ihres Schicksals verändern und einer trostlosen Zukunft entfliehen, um am anderen Ende der Welt ihr Glück und ihre große Liebe zu finden? 



Cover:
Scatterhearts Cover find ich einfach sehr hübsch. Das Mädchen auf dem Cover ist anscheinend "Scatterheart" und man sieht auch ein Schiff, was die Reise von Hannah symbolisiert. Wenn man über das Cover streicht, sind die Umrisse der Zeichnung und der Titel spürbar, was ich an Büchern eigentlich immer mag. Wenn man genauer hinsieht, entdeckt man auch das in dem Hintergrund mit einem Dunkleren lila Ranken eingearbeitet.

Geschichte:
Die Geschichte handelt von Hannah Cheshire. Tochter eines Gentlemans, wie sie immer sagt. Sie weiß nur nicht das ihr Vater ein Spieler und Trinker ist und das ganze Vermögen aus dem Fenster wirft. Selbst als er eines Tages abhaut und Hannah alleine zurücklässt wollte sie es nicht wahrhaben. Ihr Hauslehrer Thomas Behr will sie heiraten und sich um sie kümmern. Doch Hannah lehnt ab und muss wegen einiger Zufälle, Missverständnisse und Intrigen ins Gefängnis und auf eine Lange beschwerliche Reise nach New South Wales.
"Ich werde Sie oder Ihresgleichen niemals heiraten. Ich bin die Tochter eines Gentlemans und werde einen Gentleman heiraten. Nicht irgendeinen ... dahergelaufenen Studenten." (Seite 52)
Hannah ist anfangs eine unglaublich unsympathische Person. Ich hätte mich ständig über sie aufregen können. Sie ist naiv, eingebildet, arrogant und ein Püppchen. Ein richtig verzogenes Ding. Einfach nervig doch ihr Charakter entwickelt sich im Laufe der Handlung durch zahlreiche Personen wie Long Meg, die Frau, die mit Hanna nach New South Wales geschickt wird. Das Weisenkind Molly, die Hannah erst verabscheut aber sich dann langsam mit ihr anfreundet und bis zum Schluss helfen sie sich gegenseitig. Wie sie Molly dann behandelt, und ihr hilft, ist eines der Dinge, die ich an Hannah am Ende auch mag. 

Nicht nur die kleine Molly verändert Hannah, sondern auch James, der Offizier auf dem Schiff das die Gefangenen nach New South Wales bringt. Er kümmert sich während der Fahrt um Hannah und verliebt sich schließlich in sie. Eigentlich ist er ja ganz niedlich, wenn es um Hannah geht, aber man merkt deutlich das Er ein riesiger Arsch mit Aufgeblasenem Ego ist. 
Diese ganzen Begegnungen ändern sie und sie versteht, dass es mehr als Geld und Ansehen im Leben gibt.


Als sie auf der Reise mit dem Schiff ist, träumt Hannah davon ihren Hauslehrer Thomas Behr wiederzutreffen. Er ist als Offizier nach New South Wales gekommen und so naiv wie sie ist denkt sie die ganze Zeit, dass er am Hafen auf die warten wird und sie zu sich nimmt. 
Natürlich steht er nicht da und Hannah ihre Hoffnungen zerbrechen. Erst als sie Gerüchte über einen Verrückten in den Bergen hört, hegt sie die Hoffnung, dass dies Thomas ist, und macht sich gemeinsam mit James auf den Weg dorthin.

Thomas ist ein Charakter, den ich von Anfang an gleich mochte. Er war irgendwie niedlich. Im Laufe des Buches ist er nicht so oft enthalten erst wieder am Ende ... leider. 


Schade finde ich es nur, dass ich mir nichts vorstellen konnte. Ich habe keine genaue Vorstellung von den Personen gehabt, weder von Hanna oder Thomas noch von James oder Molly. 


Fazit:
Was ich sehr gut an dem Buch gemacht finde, ist die Aufteilung. Man liest immer abwechselnd. Hannah, wie sie im Gefängnis ist und dann im nächsten Absatz ist es Hannah ihr Leben vor dem Gefängnis, wie sie ins Gefängnis kam. Es ist zwar manchmal verwirrend aber so erfährt man nicht gleich, warum sie dort ist und wie eines zum anderen kam. Es bleibt etwas Spannung erhalten, auch wenn ich das Buch sonst nicht so spannend finde. Teilweise war es auch langatmig. Theoretisch würde ich dem Buch 3 Eulchen geben aber es gibt etwas, was das 4. Eulchen verdient hat. An jedem Keitelanfang steht ein kleiner Teil des Märchens und wenn man sich das Märchen dann mal komplett durchliest, merkt man, wie schön es ist.
"Es war einmal ein Mädchen, das hieß Scatterheart, denn sein Hert war so flatterhaft wie der Wind. Eines Tages zerplatzten seine Träume wie Seifenblasen ..." (Cover)
Wertung:




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