19 Januar 2013

Rezension: "Light Dragons: Drache wider willen" von Katie MacAlister

Originaltitel: Love in the time of dragons
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2013
Seitenanzahl: 336 Seiten
Verlag: Egmont LYX
ISBN: 978-3-8025-8663-7


Klappentext: 
DRACHE SEIN IST GANZ SCHÖN SCHWER. Tully Sullivan führt mit ihrem neunjährigen Sohn eigentlich ein ganz normales Leben. Bis sie eines Tages erfährt, dass sie angeblich Ysolde de Bouchier ist - und vor mehreren Hundert Jahren mit Baltic, dem berüchtigten Wyvern der Light Dragons, verheiratet war. Bald stellt sich heraus, dass Baltic gar nicht so grausam ist wie erwartet ... Und ehe Tully sich versieht, hat der Drache sich mit seiner raubeinigen Art in ihr Herz geschlichen.
(Quelle: www.egmont-lyx.de)



Endlich sind sie wieder da! Ich hab mich richtig gefreut über die Fortsetzung der Werdrachen. Es ist eine meiner Lieblingsreihen. Diesmal geht es um den Werdrachen Baltic und seine Gefährtin.

Falls ihr euch erinnert, Baltic, der Schreckenstyrann, ehemaliger Wyvern der schwarzen Drachen, Auslöser des endlosen Krieges, verantwortlich für die Zerstörung von Gabriels Haus und, und, und ... diesmal geht es um ihn. Ich war anfangs etwas skeptisch, der Typ ist doch vollkommen durchgeknallt, was soll das schon werden aber ich wurde positiv überrascht. Tully alias Ysolde ist eine fabelhafte Frau, mit der ich mich nach den ersten Seiten schon angefreundet habe. Sie redet anscheinend sehr gerne und wirkt etwas verwirrt, was sie liebenswert macht.

„Weißt du, in gewisser Weise ist es sehr aufregend, weil ich noch nie einem Drachen begegnet bin. Aber natürlich habe ich von euch gehört. Wer hat das nicht? Aber ich kann euch versichern, dass ich nicht zu euch gehöre. Nicht, dass etwas Falsches daran wäre, ein Tier zu sein. Mit euch ist alles in Ordnung. Drachen sind bestimmt ganz nette Leute. Ich kenne eben nur außer euch keine, und auch euch habe ich gerade erst kennengelernt. Ach, zum Teufel, ich rede dummes Zeug, nicht wahr?“
(Seite 24)

Baltic ist gar nicht so tyrannisch, wie man anfangs denkt ... hinter seiner Fassade ist er ein verletzter und zutiefst trauriger Drache. Er hat seine Gefährtin damals verloren, was für einen Wyvern der sicherer Tod bedeutet. Er leidet noch nach Jahrhunderten unter dem Tod von Ysolde, er wusste ja nicht, dass sie wieder lebt. Tully sprechen alle immer wieder mit Ysolde an, sie glaubt nach einiger Zeit, dass sie wirklich die Wiedergeburt von Baltics Gefährtin ist. Ihre Träume und Visionen zeigen ausschnitte aus ihrem früheren Leben, was manchmal etwas verwirrend ist aber man erkennt schnell, in welcher Zeit man gerade ist. Tully fasst einen Entschluss, sie will mit Baltic reden.  Als die beiden sich wiederfinden, merkt man erst einmal wie verzweifelt Baltic ist. Er liebt Ysolde und würde alles für sie tun. Ysolde hat ihn auch ziemlich gut im Griff. Baltic wird beinahe weich, wenn sie ihm etwas sagt. Es ist faszinierend zu lesen, wie der böse Drache auch anders kann ;) 

Die beiden streiten sich ziemlich oft aber es ist sehr witzig was sie sich alles Vorwerfen und vor allem worüber sie streiten. Ysolde hat einen Ehemann und einen Sohn, was ein bisschen zum Problem wird, da wie wir wissen alle Drachen sehr besitzergreifend sind aber Baltic hat das kleine Problem auf eine sehr interessante weise gelöst ^^ 

„[...] Ich erkläre ihn zu meinem Sohn. Du, Bram ...“
„Brom“, korrigierte mein Kind ihn.
„Du hörst jetzt auf, der Nachwuchs des Räubers zu sein, der mir Ysolde gestohlen hat. Du bist jetzt mein Sohn.“
„Okay“, sagte Brom ungerührt.
„Siehst du? Ich habe alles geregelt“,erklärte Baltic.
(Seite 218)

Das ist aber nicht das einzige Problem, es gibt ja noch die andern Wyvern. Drake, Gabriel, Kostja, Chuan Ren und Bastian ... alle wollen Baltic Tod sehen aber das kann Ysolde nicht zulassen. Sie versucht alles, um die Drachen wieder in den Frieden zu führen. Sie will keinen Tod mehr, keinen Krieg und keine Vernichtung unschuldiger Drachen. Es wird also spannend und nicht nur das. Das ganze Buch ist gespickt mit witzigen Sprüchen und humorvollen Auseinandersetzungen von Liebenden. Das ganze Buch hindurch musste ich immer wieder lachen, ob durch die Diskussionen über Ysoldes sexuellen Vorlieben, von denen Baltic nicht so begeistert ist, über Jims fantastische Sprüche und den Eigenarten von Brom bis hin zu den genialen Charakteren der anderen Gefährtinnen Aisling und May.

Fazit:
Katie MacAlister schafft es mal wieder, den Leser zu faszinieren und mit Witz und Leidenschaft eine atemberaubende Geschichte auf die Beine zu stellen. Für alle Fans der Reihe ist es ein MUSS, dieses Buch zu lesen. Man erfährt sehr viel über die Vergangenheit und den endlosen Krieg, in dem die schwarze Drachensippe beinahe vollkommen ausgerottet wurde.


Wertung:


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