24 März 2013

Rezension: "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler


Erscheinungsdatum: 25. Februar 2013
Seitenanzahl: 576 Seiten
Verlag: cbj
Preis: 18,99 €
ISBN: 978-3-570-15534-9


Klappentext:
Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos

Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …
(Inhalt und Cover: Copyright cbj)

Buchtrailer:

Ich finde, das Buch ist schwer zu beschreiben. Es ist voller Emotionen ... man macht sich mehr Gedanken über das Leben und den Tod. Man muss es lesen, um es zu verstehen.

Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten hat mich das Buch mit seinen liebenswerten Charakteren in den Bann gezogen. Startschwierigkeiten deswegen, weil es am Anfang noch etwas langatmig ist und Nicole wirklich viel Umgebungsbeschreibung dabei hat und davon bin ich leider nicht unbedingt ein Freund. Es passt zu der Geschichte, da Amber die Stadt erst kennenlernen muss, man kann sich dadurch in sie hineinversetzten, wie sie plötzlich der Trubel von San Francisco auf sie einwirkt. Die Beschreibungen begrenzen sich dann aber auf ein Minimum und die Geschichte um Nathaniel und Amber steht dann im Vordergrund.

Nachdem Amber das erste Mal das alte Haus in der Franklin Street betritt und auf Nathaniel trifft schlägt die Geschichte einen in den Bann. Ein Geist und eine Sterbliche. Wie endet alles? Können die beiden glücklich werden? Solche fragen spucken einen dann gleich durch den Kopf und man liest und liest und liest. 

Ich wäre gern zu ihr hinuntergegangen, um sie aus der Nähe zu betrachten. Um mehr von ihrem Gesicht sehen zu können. Aber etwas hielt mich davon ab, eine Art von Scheu, die mir so fremd war.
(Seite 101)

Amber ist anfangs eher etwas zurückhaltend aber nachdem Sie Nathaniel trifft blüht sie regelrecht auf. Sie findet freunde und es scheint alles perfekt für sie zu sein. Ihre Reaktionen Ted gegenüber fand ich aber oft ziemlich gemein und konnte es auch nicht hundertprozentig nachvollziehen. Nathaniel hat mich ab seinem ersten Kapitel verzaubert. Nicole hat eine ganz besondere Art seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen und mir hat es das Herz erwärmt, da in jedem Wort seine Einsamkeit mitschwang und ich mir nur wünschte, dass er sein Glück findet.

Die Charaktere, die nach und nach auftauchen ziehen, einen dann nur noch tiefer in die Welt von Amber. Anfangs ist sie noch allein aber schon bald freundet sie sich mit Matt Chang an und es folgen noch weitere Charaktere. Matt ist ein fabelhafter Charakter, mit dem Mann lachen kann und den man auf der Stelle in sein Herz schließt. Beinahe zeitgleich mit ihm lernt man Holly kennen. Sie ist eine aufgedrehte und immer fröhliche Person in Netzstrumpfhosen, Hotpants, Leo-Printshirts, mit bunten BHs und Springerstiefeln ... Ach ja und ihre Haarfarbe wechselt gerne mal ... z. B. zu einem grellen Violett. 

Einen Augenblick lang erwiderte er kräftig meine Umarmung, bevor er sich dann versteifte.
"Ähmm, Amber .." Mit spitzem Zeigefinger tippte er auf meine Schulter. "Dein Geisterfreund findet das gerade wohl nicht so toll."
(Seite 279)

Man lernt auch noch Abby näher kennen. Sie macht mit eine der gewaltigsten Veränderungen durch. Sie ist zwar immer noch schüchtern aber es zeigt sich eine leicht kratzbürstige Seite, eine wahre Schönheit und ein wunderbare Freundin unter ihrer Maske. Shane Diggs lernt man auch näher kennen. Er ist neben Matt und Ted einer meiner Lieblingscharaktere. Er ist zwar ein Football Star an der Schule und der absolute Frauenschwarm aber vom Charakter her ist er vollkommen anders. Ihr werdet ihn sicher auch in euer Herz schließen.

Neben ihren Freunden hat Amber aber auch noch ihren Vater Ted. Nachdem dem Verlust ihrer Mutter muss sie nach SanFran zu ihrem Vater, den sie nie oft gesehen hat. Ted ist aber von Anfang an ein Engel. Ich finde ich wirklich klasse. Ab der ersten Sekunde merkt man seine lieben zu seiner Tochter und das er sich so sehr wünscht, dass sie bei ihm glücklich ist und ihn liebt. Er tut wirklich alles für sie.

Die Geschichte an sich ist zuckersüß. Es ist eine wirkliche Liebesgeschichte. Amber und Nathaniel sind voneinander getrennt und doch so gut es geht zusammen. Ich habe mich anfangs schwer getan zu verstehen, wie es ist, wenn sie sich berühren aber dann habe ich ein Bild dazu in meinem Kopf gehabt. Die beiden sind Seelenverwandte und möchten so gerne zusammen sein ... dann kommt diese eine ganz besondere Nacht in der sie es versuchen wollen. Nach dieser Nacht ändert sich aber alles und jeder kämpft um sein Leben. 

Ich habe am Ende viele Tränen verdrücken müssen und war überrascht wie Nicole C. Vosseler die Geschichte auflöst. Ich finde ihr Ende wirklich klasse, auch wenn ich die letzten Seiten nur geheult habe. Die Geschichte ging mir einfach wahnsinnig nahe und ich wollte keinen der Charaktere verlieren und das Buch sollte nicht zu Ende sein. 

Fazit:
"In dieser ganz besonderen Nacht" ist ein ganz besonderes Buch. Es erzählt von Liebe, Leben, Freundschaft und Tod. Man lernt beim Lesen über einige Dinge anders nachzudenken und kann die charakterlichen Veränderungen jedes Einzelnen beobachten. Die Geschichte an sich enthält ein Auf und Ab der Gefühle von Schmachten, zu seufzen zu weinen und zu Freudigem lachen. 
Trotz Starschwierigkeiten erhält das Buch von mir 5 Eulchen, weil das Ende den Anfang wieder wettmacht ;)

Wertung:




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