11 April 2013

Rezension: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green

Originaltitel: The fault in our stars
Autor: John Green
Erscheinungsdatum: 30. Juli 2012
Seitenanzahl: 288 Seiten
Verlag: Hanser
Preis: 16,90 €
ISBN: 978-3-446-24009-4

Klappentext:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
(Inhalt und Cover: Copyright Hanser Verlag)



Buchtrailer:



"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich besonderes Buch. Es ist schwierig zu beschreiben, weil mir einfach die Worte fehlen. Zu beginn hatte ich die Befürchtung, es wird eine Geschichte voller Mitleid, Tod und Trauer erzählt aber so ist es nicht. Es geht zwar um krebskranke Kinder aber John Green hat eine Art darüber zu schreiben, die einen lächeln lässt aber auch gleichzeitig das Herz berührt und uns Tränen in die Augen treibt.

Die Charaktere Hazel Grace und Augustus sind sehr tiefgründig und sympathisch. Sie sind krank aber nicht so hoffnungslos. Sie versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen und nehmen ihre Krankheit teilweise mit Sarkasmus. John Green ist bei diesem ernsten Thema eine Gratwanderung zwischen Ernsthaftigkeit und Sarkasmus gelungen.

"Ach hör bloß auf. Wenn ich erst von meinem sexy Körper anfange. Du willst mich echt nicht nackt sehen, Dave. Mich nackt zu sehen hat Hazel Grace tatsächlich den Atem geraubt", sagte er und zeigte auf die Sauerstoffflasche.
(Seite 232)

Augustus ist einfach Umwerfende. Er sieht gut aus und ist selbstbewusst und er weil Hazels Herz im Sturm erobern. Ich meine es gibt einfach gleich zu beginn Szenen wo ich nur noch "Oh süßßß" von mir gegeben habe. Er und Hazel haben eine eigene Art mit der Krankheit umzugehen. Hazel weiß, dass sie krank ist und am Anfang wirkt sie eher hoffnungslos und in sie gekehrt, das ändert sich, aber nachdem Gus sie aus ihrem Versteck lockt. Die beiden unternehmen viel gemeinsam und tauschen sich über Bücher, Musik und Filme aus. Gus will Hazels Lebenstraum erfüllen und lässt keine Chance ungenutzt um sie nach Holland zu dem Autor ihres Lieblingsbuchs zu bekommen.

Es gibt wirklich viele süße und auch lustige Szenen und dann gibt es auch welche in denen man feuchte Augen bekommt und über das Leben und den Tod nachsinnt. Wie würde man selbst reagieren, wenn man die Diagnose: Krebs gestellt bekommt und um sein Leben kämpft.

"Kann ich dich wiedersehen?", fragte er. In seiner Stimme lag ein sympathischer Hauch von Nervosität.  
Ich lächelte. "Klar."
"Morgen?", fragte er.
"Nur Geduld, Grashüpfer", riet ich ihm. "Du willst nicht übereifrig wirken."
(Seite 39)

Ein Schicksalsschlag nach dem anderen geschieht in dem Buch, was die Stimmung schon etwas runter zieht. Ich habe gelacht, geweint und immer mal wieder verliebt geseufzt. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat alles, was man braucht. Es ist gefühlvoll, regt zum Lachen und zum Weinen und hat eine sehr tragische Geschichte mit ein paar Lichten Momenten und hervorragenden Charakteren, die sich ergänzen.

Fazit:
Es ist ein Buch, was einen nachdenklich macht. Ich habe es innerhalb zwei Tage verschlungen, und die ein oder andere Träne verstohlen weggewischt. Der Schreibstil von John Green ist eigenwillig aber sehr schön. Die Worte lassen sich einfach lesen und man taucht in die Geschichte von Hazel und Gus ein. Es geht um Liebe, Verlust, Trauer, Krankheit und den Tod. Ein Buch voller verschiedener Gefühle und Emotionen. Eindeutig eine Leseempfehlung von mir.

Wertung:


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