09 Mai 2013

Rezension: "Rockstar" von Helen Carter


Vielen Dank an den blue panther books Verlag für das Rezensionsexemplar :)

Autor: Helen Carter
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2013
Seitenanzahl: 256 Seiten
Preis: 9,90 €
ISBN: 978-3862772551


Klappentext:
Der harte Weg eines RockStars!

Er liebt den Erfolg,
den Alkohol und den Sex!

Ein RockStar, den alle wollen:
Die Groupies, die Presse
und seine neue grosse Liebe.

Kann er es schaffen,
allen gerecht zu werden?
(Inhalt und Cover: Copyright blue panther books)


Rockstar war ein interessantes Buch und ich musste wirklich überlegen, was ich euch jetzt darüber erzähle. 

Angefangen mit den beiden Charakteren Jeff Armstrong alias Bones und die Ärztin Ivy Newman. Bones ist der Sänger einer Rockband und lernt Ivy nur durch eine Messerstecherei kennen. Schwer verletzt landet er bei ihr in der Praxis. Sie kümmert sich um ihn und irgendwie funkt es gleich zwischen Ihnen, auch wenn sie sich nicht wirklich unterhalten und Jeff die meiste Zeit bewusstlos ist. 

Bones lebt das Leben eines richtigen Rockstars. Ich kenn mich ja in der Musikwelt nicht aus aber mir kommt es klischeehaft rüber. Musik, Alkohol, Drogen und Sex um mehr scheint es nicht zu gehen. Lassen wir das Klischee aber einfach mal beiseite. Wenn er etwas trinkt, dann wird er richtig unausstehlich. Er wird aggressiv, übellaunig und sexgeil, obwohl er Letzteres auch ohne Alkohol ist. Es läuft für Bones eigentlich jeder Tag gleich ab, er hetzt von einem Termin zu dem nächsten, trinkt Unmengen an Wodka/Bier und legt alles flach, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Unterwegs mit seinen Bandkollegen sieht es nicht anders aus. Sie nehmen Drogen, Trinken und haben keinerlei Hemmungen. Doch wenn Bones wieder alleine in seinem heruntergekommenen Zuhause ist, dann fühlt er nur die Leere in sich und ist einsam, bis er Ivy wieder trifft. 

"Damit wären wir wieder, wo wir waren ...", schmunzelte er.
Ivy fügte an: "Zu dir oder zu mir?"
"Den Teufel werde ich tun zu antworten. Sonst haust du wieder ab!" Ein Grinsen ging über sein Gesicht.
"Diesmal nicht ..."
"Dann gehen wir zu dir."
(Seite 73)

Die beiden sind ziemlich schnell zusammen, nach dem zweiten Treffen ist Ivy schon in ihn verliebt und nach dem ersten Sex sind sie ein paar und er wohnt bei ihr. Das geht doch alles etwas schnell aber Jeff ist unheimlich süß zu ihr. Er liebt sie wirklich und trinkt viel weniger, seitdem er sie hat. Er trinkt wenig, schläft nicht mehr mit jeder Frau aber er muss immer noch von einem Termin zum anderen Hetzen. Er ist zwar als sängererfolgreich, aber er kämpft ziemlich mit seiner Unsicherheit, er will niemanden enttäuschen und nicht versagen, das ist eher so der Grund, warum er sich jedes Mal besinnungslos trinkt. Seit Ivy ändert sich das alles aber seinem Manager gefällt das gar nicht so gut. Das Image von Bones leidet darunter und Ashes versucht ihn wieder auf "die richtige Bahn" zu bringen. Sein Manager ist ein riesen Idiot, der eigentlich für jedes weitere Unglück verantwortlich ist. Das ist etwas unstimmig, mit dem ende der Geschichte. Er will, dass Bones weniger trinkt, das er einen Entzug macht aber am Anfang hat er ihn nie davon abgehalten. Er hat seinen Job wirklich lausig gemacht. 

Ivy hat als Ärztin auch so mit ihren Selbstzweifeln zu kämpfen. Passt sie in die Welt von Bones? Kann sie ihn halten? Betrügt er sie? All das spuckt ihr in ihrem Kopf herum und diese Unsicherheit wird sehr gut rübergebracht. Sie muss mit seinem Leben klarkommen und meistens gelingt ihr das auch sehr gut, bis sie von ein paar eifersüchtigen Frauen in die Mangel genommen wird. Ich kann dann nicht nachvollziehen, warum sie sich das alles antut und das mitmacht. Bones Manager hielt es für eine gute Publicity. 

"Ich habe ein Geschenk. An mich. An die Frau, die ich liebe, An euch alle." Damit machte er eine Drehung um die eigene Achse und schien dabei nicht nur das Publikum, sondern auch die Band in seine Worte einzuschließen.
(Seite 236)

Jeff schafft es natürlich, alles zu versauen. Er nimmt einen Auftrag an, sich nackt ablichten zu lassen. Das alles wäre ja noch nicht ganz so schlimm, wenn er nicht ein Model als Partnerin hätte, dem er dann ziemlich nahe kommt. Er betrügt Ivy und benimmt sich ab und an wieder daneben und alles zerbricht. Ich muss aber sagen, dass Ende hat mich dann vollkommen überzeugt und noch einen Punkt herausgeholt. Es war dramatisch, gut und ziemlich real. Darauf habe ich eigentlich gewartet.

Ich muss sagen das mir die Sexszenen manchmal einfach zu viel waren und ich sie am Ende nur noch überblättert habe. Es war teilweise wirklich langweilig aber ich muss sagen, für jemanden der extra einen erotischen Roman kauft, um solche Szenen zu lesen, der ist mit Rockstar gut bedient. Ich mag viel mehr Story in diesen Geschichten und die Grundgeschichte in Rockstar gefällt mir wirklich gut und ist auch ein bisschen tiefsinnig. Jeff tut mir leid und Ivy versucht es ja mit ihm. 

Fazit:
Ich habe länger überlegt, wie viele Punkte ich gebe, und habe mich dann doch für 4 entschieden, weil mir die Grundgeschichte sehr gut gefallen hat. Sie war spannend und teilweise war Jeff einfach sehr süß. Ein Rockstar hat es nun einmal nicht leicht. Das Ende war dann ausschlaggebend, ab da habe ich gesagt, gut die 4 Eulchen sind verdient.


Wertung:




1 Kommentar:

  1. Ich spiele schon lange mit dem Gedanken es zu kaufen, aber... es gibt einfach zuviel Schlechtes - auch in diesem Bereich. Heftige Erotik stört mich aber nicht - ich setze dann die Kritiker-Brille auf, gucke, wie die Szenen geschrieben sind und urteile dann... realiv... sachlich :P

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