03 Juni 2013

Kirschrote-Sommer-Aktion: Teil 1/5

*Aufregung* Ich bin gespannt ob es euch gefällt. Hier gibt es die ersten Fragen, die ich selber beantwortet habe. 

Die Aktion findet ihr auch auf meinem Partnerblog "Quietschies-Bücherregal" von Nadine

Nachdem die Aktion so weit fertig war, durften Katha und ich Carina Live treffen! Sie war ja vor kurzer Zeit in Jena zu besuch und die Chance haben wir genutzt und uns auf einen Kaffee getroffen und noch einmal ausführlich über alles gesprochen :) Liebe Carina, es war ein sehr schöner Tag mit dir <3




1. Findest du Emely zu zickig? Ist sie in deinen Augen nicht reif genug für ihre 23 Jahre oder bist du anderer Meinung und diese Art passt zu ihr?

Ich kenne weitaus ältere Leute, die sich in ihrem alter noch kindisch benehmen, dagegen ist Emely nichts. Klar, manchmal verhält sie sich wirklich zickig aber ich finde, das ist ein Teil ihres Charakters, dass macht sie aus. Ohne ihre zickige Art wäre das Buch nicht das, was es ist. Jeder Mensch verhält sich anders. Manche sind mit 16 Jahren schon sehr ernst für ihr Alter und mache bewahren sich halt ihre Jugend und ihre Vitalität bis ins hohe Alter. Man kann nicht pauschal sagen, ab 20 darfst du nicht mehr ... und mit 16 musst du noch ...! Durch ihre Vergangenheit mit Elyas wurde sie sehr verletzt und das verarbeitet man nicht immer so schnell und Emely hat es nie wirklich verarbeitet und deshalb verhält sich sie Elyas gegenüber so zickig, es ist eine Art Abwährreaktion, denke ich.


2. Warum kann Sie ihm nicht verzeihen? Findest du es unwirklich, dass Sie so lange an der Vergangenheit festhält und ihm nicht verzeiht? Auch, dass sie ihm nach der Aufklärung nicht verzeiht?
Jeder verarbeitet Dinge anders. Elyas hat Emely sehr verletzt. Er war ihre erste Liebe und in diesem Alter ist man sehr verletzlich. Sie hat es all die Jahre nicht verarbeitet und dann steht er plötzlich wieder vor ihr und all ihre Emotionen kommen wieder ans Tageslicht, ihre Verletzlichkeit und ihr Schamgefühl von damals. Nach der Aufklärung verhält sie sich ihm gegenüber immer noch zurückhaltend. Man kann einem nicht von jetzt auf gleich verzeihen ... aber wenn man die Geschichte aufmerksam liest, dann erkennt man, dass sie sich danach etwas mehr öffnet.


3. Sind euch ähnliche Situationen und Reaktionen aufgefallen?
Nicht unbedingt. Jedes Mal wenn die beiden aufeinandertreffen, gibt es einen blöden Spruch von Elyas und eine kecke Antwort von Emely, in diesem Sinne ähnelt sich manches schon, aber wenn man es genauer betrachtet merkt, man die feinen Nuancen jeder Situation. Elyas wird mit jedem Treffen ernsthafter und Emely verfällt ihm langsam immer mehr. Es gibt auch Momente, da vergessen sie sich einfach anzuzicken und verstehen sich. Es ist also meiner Meinung nach abwechslungsreich.

4. Emely beleidigt Elyas ja ziemlich oft in den beiden Büchern. Er nimmt es aber so gut wie immer locker. Findest du es unpassend, das er nicht aufgibt?
Nein, das ist absolut nicht unpassend. Elyas hat es auf Emely abgesehen, deshalb ist er anfangs nicht wirklich betroffen von ihren Beleidigungen. Später merkt man ihm ab und zu schon an, dass er etwas zerknirscht ist. Alleine die Szene beim Campen macht es doch schon deutlich, dass es ihm eben nicht egal ist. Von Anfang bis Ende des Romans kann man nicht wirklich sagen was Elyas bei jedem Rückschlag und jedem Kommentar von Emely empfindet. Von außen hin scheint er vielleicht jedes Mal locker zu reagieren doch er es wirklich sieht, dass erfahren wir nicht. In dieser Hinsicht ist Elyas ein Geheimnis für uns.


5. Was mir sehr oft aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass sich so gut wie alle Leute, mit schlechten Bewertungen darüber aufregen, dass das Buch plötzlich aufhört. Von "Man hätte ja einen Teil daraus machen können" bis zu "das ist doch nur Geldhascherei" habe ich schon alles gelesen. Ihrer Meinung nach hätte man doch locker aus zwei Bücher eines machen können. Deine Meinung dazu?

Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Würde man aus beiden Teilen ein Buch machen, wäre es viel zu dick. Es gibt Leute, die lesen nicht gerne so dicke Bücher und deshalb finde ich zwei Teile passend. Jeder Teil mit ca. 500 Seiten ist perfekt. Viele, die sich über das abrupte Ende von Band eins aufregen, haben wahrscheinlich noch nie von dem Begriff Cliffhanger etwas gehört. Das Ende soll lust auf den zweiten Teil machen und das trifft auf jeden Fall ein. Man will wissen, wie es weitergeht.


6. Die Geschichte ist langatmig und absolut nicht spannend? Bist du auch dieser Meinung?
Wer das sagt, der hat absolut kein Verständnis für die Geschichte von Emely und Elyas! Wer Spannung will, der sollte lieber zu einem Krimi oder Thriller greifen. Die Spannung in diesem Buch beruht einfach auf dem Annähern der beiden, das Beobachten der Beziehungsentwicklung und die kleinen Streitereien zwischen Elyas und Emely. Man weiß nicht immer was passiert, es gibt kleine Momente in der Geschichte, die einen überraschen und selbst nach dem zweiten Mal lesen, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen, weil es mich in seinen Bann geschlagen hat.


7. Einigen Lesern ist es auch viel zu offensichtlich, wer Luca ist. Hast du es schnell rausgefunden?
Für mich ist es eine schwierige Frage. Dadurch, dass ich schon früher mit der Geschichte von Emely und Elyas in Kontakt gekommen bin wusste ich sofort wer hinter Luca steckt aber wenn man das außen vor lässt, wird es einem nach und nach klar. Carina hat ein paar Andeutungen in der Geschichte versteckt, die man eigentlich nicht falsch interpretieren kann. Für mich wirkt es so, als will sie, dass man mit der Zeit herausfindet, wer Luca ist und das es nicht am Ende plötzlich heißt "Überraschung ich bin es!"

Und was sagt ihr? Könnt ihr mir zustimmen oder seit ihr vollkommen anderer Meinung?
Fragen, Anregungen und Kritik sind sehr gerne gesehen!



Kommentare:

  1. Ich stimme dir in ziemlich allen Punkten zu.
    Ich finde, dass man als Leser relativ schnell weiß, wer Luca ist, tut der Spannung keinen Abbruch und macht es irgendwie gerade interessant, weil man immer Elyas Verhalten und das von Luca vergleicht. Das hat was. :)
    P.S.: Tolle Idee mal so ein paar krotik

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    1. Da war mein Handy schneller als ich. Das soll heißen: "Tolle Idee mal so ein paar Kritikpunkte 'abzuarbeiten'.

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    2. Wenn die Aktion gut ankommt, werde ich so etwas vielleicht öfter machen :)
      Stimmt, der Vergleich Elyas/Luca ist auch gut. Es gibt paralleln aber man lernt Elyas so von einer anderen Seite kennen.

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  2. Ich finde auch, dass es gut war, zwei Bücher daraus zu machen. Wieso sollte das Geldhascherei sein? Schaut doch mal, was andere Bücher kosten! Ein Dan Brown verkauft ein 26 Euro teures Buch, das ist okay, aber 9,99€ für eine super deutsche Geschichte kann man nicht ausgeben (zumals auch Biliotheken gibt) ?? Ich stimme dir da absolut zu!!

    LG Ingrid

    http://lebensleseliebelust.blogspot.de/

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    1. Wer kauft schon ein 1000 Seiten Buch von einer unbekannten Autorin? Das schreckt doch nur die Leser ab. Ich finde das Preis/Leistungsverhältnis auch super. Ich hab aber von Carina erfahren, dass der Roman z. B. auch nicht teuere als 9,99 € sein darf, das ist so die Preisgrenze bei Liebesromanen.

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  3. Ich bin schon in einigen Punkten anderer Meinung.

    Am meisten wohl bei Punkt 5: Das Buch ist kein Zweiteiler, das ist für mich ganz eindeutig. Es ist ein einzelnes Buch, das in zwei Teile aufgeteilt wurde, weil es sonst zu dick ist. Das meine ich auch von der Autorin selbst gelesen zu haben. Die Geschichte des ersten Bandes hat einfach keine eigenständige Handlung (oder, wenn du das anders siehst: Worin besteht diese - Hin, Her, Hin, Her? Entwicklung am Ende: Null)

    Wenn man übrigens anderen sagt, sie hätten noch nie etwas von Cliffhanger gehört - was die Autorin selbst auch sehr gerne macht - muss man sich vielleicht erstmal selbst fragen lassen: Ist das denn ein Cliffhanger? Wenn, dann doch ein eher schwacher, denn auch wenn wir uns alle schön reden, dass wir vielleicht nicht von Anfang an wissen, wer Luca ist (ich behaupte, jeder Leser weiß es, die Andeutungen sind nicht subtil genug, dass es da etwas nach und nach herauszufinden gäbe), ist das Ende frustrierend, aber nicht wirklich ein Spannungshöhepunkt und somit kein besonders toller Cliffhanger.

    Mit ist übrigens auch aufgefallen, dass die Autorin ihren Kritikern gerne mit Cliffhanger und offenem Ende begegnet, als seien das Synonyme...

    Von daher, hat die Autorin selbst gesagt, sie habe das Buch geteilt, da sie sich die Veröffentlichung in einem nicht hätte leisten können (habe ich so gelesen), somit ist der Vorwurf der Kritiker doch im Kern nicht falsch und da der erste Band für mich wie gesagt nicht wirklich eine Handlung hat, aus meiner Sicht auch mehr als berechtigt. Hätte man übrigens gekürzt, wäre das Buch auch nicht zu dick...

    Das nervt mich nämlich. Ich finde Emely unreif und zickig und die feinen Nuancen der einzelnen Situationen ändern nichts daran, dass sie im Kern doch gleich ablaufen. Du findest Emely verfällt Elyas immer mehr und Elyas wird ernsthafter? Das sehe ich überhaupt nicht so. Sie sind beide immer gleich. Emely zickt ihn an, dann kommt eine Situtation, in der sich Elyas als doch nicht so schlimm herausstellt, Emely nähert sich ihm an - und dann springt sie nach dem Ende der jeweiligen Situation wieder zurück auf den Ursprungspunkt. Über Nacht oder am nächsten Morgen überlegt Emely sich einfach so, dass Elyas eben doch schlimm ist. Und beim nächsten Mal zickt sie ihn wieder an. Gab es die Sitation davor überhaupt?
    Besonders beim Unfall der Eltern habe ich mich das gefragt. Nachdem Emely zurück ist wird der wie oft thematisiert? Ich glaube nicht ein einziges Mal. Merkwürdig für ein so einschneidendes Erlebnis, oder? Und waren Emely und Elyas sich da nicht schon ziemlich nah? Oder am Ende nach dem Zelten? Wo genau siehst du bei Emely am Ende dann die Entwicklung und das langsame Annähern? Ich sehe da immer nur das Zurückspringen ins alte Muster, ohne wirklichen Grund. Das war jedes Mal vorhersehbar.

    Die Beziehung entwickelt sich einfach nicht weiter, somit ist der Punkt mit der Spannung dann auch weg vom Fenster und der grooooooße Grund, warum Emely Elyas so hasst, dieser lahme, kurze Jugendflirt war es dann für mich auch nicht. Da ist Emely schon sehr nachtragend, aber unreif ist sie ja eh.

    Ich sehe, dass viele das Buch lieben, auch wenn ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Ich meine, die Schlagfertigkeit war ganz witzig - bei der ersten Runde - aber insgesamt waren das 500 Seiten Wiederholungsschleife, keine Liebesgeschichte. Dann fand ich auch noch Berlin als Handlungsort ein wenig schwammig, die Zeitspanne fehlerhaft (Am Anfang beginnt die Vorlesungszeit, das ist immer entweder April oder Mitte Oktober, es vergehen Wochen, am Ende planen sie Halloween?)...ich werde den "zweiten Band" auch nicht mehr lesen.

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    1. Wenn du findest, dass Emely nachtragend ist, müsste Elyas es auch sein.
      Wobei du das vielleicht nicht verstehst, weil du ja den zweiten Band nicht gelesen hast.
      Dann finde ich es aber komisch, dass du urteilst, ob es passend ist oder nicht, dass es zwei Bände gibt. ;)

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    2. Erst einmal danke, für deinen Kommentar. Viele die eher zu den "Kritikern" des Romans gehören, machen sich wahrscheinlich nicht einmal die Mühe hier überhaupt etwas zu schreiben.

      Wie ich bereits sagte, jeder hat seine eigene Meinung und ich will ja auch keinem meine Meinung aufdrücken.

      Ich finde es etwas merkwürdig, dass du dich zu Punkt 5 auslässt, obwohl du nur Teil 1 gelesen hast. Natürlich würde keiner ein Buch mit 1000 Seiten von einer unbekannten Autorin kaufen. Da muss man es eben unterteilen. Was die eigenständige Handlung angeht ... nicht jede Dilogie oder Trilogie hat in jedem Buch eine abgeschlossene Handlung, dass kann man also wohl kaum als Kritikpunkt nehmen.

      Da du dem Buch und der Geschichte eh schon kritisch gegenüber stehst ist es schwierig. Vielen Lesern ist aufgefallen, dass sich etwas zwischen den beiden Entwickelt, dass sich ihr Verhalten ändert und sie sich annähern.

      Zu dem Thema Cliffhanger kann ich dir nur teilweise zustimmen. Natürlich ist es kein besonders Spannender, wie bei anderen Büchern, aber trotzdem ist da ein Abschluss und die Geschichte hört nicht einfach auf. Man kann alles auslegen wie man will ... und es ist ja auch ein offenes Ende. Wie ich bereits erwähnt habe, es hat ja keine abgeschlossene Handlung, wie würdest du es sonst bezeichnen?

      Natürlich ist das alles auch eine Geldfrage, als Jungautor und dann auch noch Selbstverleger sind die Kosten da ausschlaggebend. Das kürzen ist so eine Sache. Ich finde ja, dass man nichts kürzen sollte da diese kleinen Szenen gerade das Spannende daran sind und noch dazu als Autor kürzt man ungern sein Werk in das man so viel Arbeit gesteckt hat. Für dich war keine Entwicklung/Handlung in dem Buch somit ist es auch klar, das dir kürzen wenig ausgemacht hätte.

      Okay wegen der Charakterentwicklung und der Handlung könnten wir uns jetzt streiten ;)

      Was den Grund angeht ... lahme, kurze Jugendflirt? Mehrere Jahre verliebt sein, endlich erfolg haben, enttäuscht werde ... das ist in diesem Alter definitiv nicht lahm. So etwas prägt einen fürs Leben. Ob Emely unreif, zickig und kindisch ist ... da kommt es darauf an wie man diese Charaktereigenschaften für sich definiert.

      Die Zeitangaben könnten wirklich nicht ganz stimmen, wobei das ja Kleinkram ist, der nicht einmal Wert ist kritisiert zu werden.

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    3. "nicht einmal wert ist kritisiert zu werden"?
      Also das ist eine Einstellung, die ich schon einmal nicht teile. Es ist schon ein Fehler, der mich beim Lesen gestört hat, weil ich das nicht einordnen konnte. Mir fehlte auch Berlin als Atmosphäre. Für mich ist das eine stilistische Schwäche, hat mich gestört, damit ist sie es wert kritisiert zu werden.

      Ich kann beurteilen, dass das Buch für mich kein Zweiteiler ist, ohne den zweiten Teil gelesen zu haben. Ich habe nämlich den ersten gelesen und das ist kein erster Band - es ist maximal eine Einleitung. Ich stehe dem Buch auch nicht "eh schon kritisch gegenüber" - ich habe es gelesen und fand es schlecht. Da war vorher kein "eh".

      Und doch, in einem Mehrteiler sollte jeder Teil eine eigene Handlung haben. Die muss nicht abgeschlossen sein, sollte aber irgendwo hinführen.
      Die meisten Mehrteiler haben eine abgeschlossene Teilhandlung, ein Ziel, eine Erkenntnis, irgendwas. Und wenn nicht, kann man das kritisieren. Ich kenne nur eine Trilogie, der ich ebenfalls "vorwerfe" ein in die Länge gezogener Einzelband zu sein und das ist die Edelsteintrilogie. Auch das ist nur äußerlich eine Reihe.
      Und, wie gesagt, habe ich anschließend irgendwo von der Autorin selbst gelesen, dass sie einen Einzelband aus Kostengründen geteilt hat. Damit erübrigt sich die Diskussion doch ohnehin schon, oder?

      So und jetzt zum Grund: Wenn man zu ganz viel Drama neigt, dann reicht dafür vielleicht ein einziger Kuss der Jugendliebe für das Mega-Lebenslange-Super-Drama. Ich finde es trotzdem too much - und spätestens nachdem das Missverständnis aufgeklärt ist (korrigier mich, aber auch da hatte der "erste Teil" noch ein-, zweihundert Seiten übrig?) hätten sich doch Emely und Elyas weiterentwickeln müssen.

      Wenn du übrigens sagst, als Autor kürzt man ungern, muss ich sagen.... Ich denke ein Autor erkennt die Notwendigkeit zum Kürzen. Hast du zufällig die Livestream-Lesung von Dan Brown bei Lovelybooks gesehen? Er hat gesagt, er schreibt 10 Seiten für jede einzelne, die wir am Ende lesen. Carina Bartsch' Bücher wurden ja erst nachträglich vom Verlag übernommen. Ansonsten denke ich stehen da nämlich auch das Lektorat hinter. Kürzen ist doch nicht schlechtes, es ist notwendig.

      Wie ich schon sagte, wenn man das Ende als Cliffhanger bezeichnen möchte, dann ist es ein sehr schwacher. Im Prinzip sehe ich bei dem Buch kein Ende. Es hört einfach auf und wartet auf den Nachfolger, weil es eben keine Handlung hatte, die beendet worden wäre. Es fühlt sich auch für mich gar nicht an, als hätte ich beschlossen eine Reihe abzubrechen, sondern als hätte ich das Buch mittendrin aufgegeben. Würde ich noch nicht wissen, wer Luca ist, wäre das "Ende" vielleicht sogar spannend oder rätselhaft gewesen.

      Was mich aber interessieren würde: Worin steckt denn die Entwicklung? Nehmen wir doch mal eine dieser meiner Meinung nach alle gleich ablaufenden Situationen. Such dir eine aus. Der Unfall, die Kiffer-Nacht, die Zelt-Nacht, irgendwas dazwischen. Ich behaupte Emely erkennt jedes Mal positive Seiten in Elyas, die beiden nähern sich an. Wenn diese Situation beendet ist, denkt Emely jedes Mal wieder um, ist plötzlich wieder ganz überzeugt, dass Elyas nichts als ein Arschloch ist, und beim nächsten Aufeinandertreffen ist das ewige Angezicke wieder da.
      Meiner Meinung nach hat sich die Autorin hier mehrfach die entscheidenden Wendungen eingebaut und sich dann nicht "getraut" ihre Charaktere auch den Schritt gehen zu lassen. Es ist ein Debüt, das muss man dabei vielleicht im Hinterkopf behalten, aber hätte sie nur eine der Abfahrten auch genutzt und endlich eine Liebesgeschichte gebaut, dann hätte mir der Roman wahrscheinlich um Längen besser gefallen. Aber 500 Seiten ohne nennenswerten Fortschritt sind zu viel. Zwei Küsschen auf die Wange machen keinen Liebesroman und auch nicht den ersten Band einer Liebesroman-Reihe. Zwei Küsschen auf die Wange erwarte ich bei einer Einleitung zu einem Liebesroman.

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    4. Ich musste übrigens etwas kürzen, deswegen eine kleine Fortsetzung.

      Ich denke, wir werden in vielen Punkten nicht einer Meinung sein, auch nicht sein können, weil ich eben Kritik an das Buch habe, aus meiner Sicht berechtigte, und du nicht. Das ist eben manchmal so und auch ok.

      Aber ein bisschen Pickel kriege ich immer, und das gilt jetzt auch für Victoria, wenn mir jemand sagt, dass ich etwas nicht beurteilen kann, oder, dass ich "eh...". Ich möchte auch mal darauf hinweisen: Wenn ihr meint, ich kann den ersten Band nicht ohne den zweiten beurteilen, stützt das eigentlich meine These und die vieler anderer Kritiker, dass es eben doch keine Reihe ist...

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    5. Hallo Sarah,
      ich finde es einerseits toll, dass Du hier unter so vielen Fans des Buches Deine Meinung behauptest und Kritik äußerst, andererseits wirkst Du sehr emotional, wenn jemand sich zu Deiner Kritik äußert…wirkt so ein wenig - ich kann…aber möchte selbst nicht beurteilt werden…egal…
      ich habe Deine Einwände eben gelesen und kann Dir irgendwie nicht folgen…nur weil Du Dir nicht vorstellen kannst, dass es Menschen gibt, die tatsächlich anders ihre Erfahrungen emotional verarbeiten als Du, bedeutet das aus meiner Sicht nicht, dass es sofort ein Drama ist (zu Deinem Satz: „Wenn man zu ganz viel Drama neigt, dann reicht dafür vielleicht ein einziger Kuss der Jugendliebe für das Mega-Lebenslange-Super-Drama“)…finde ich merkwürdig, würde mir nicht erlauben andere dafür zu verurteilen oder beurteilen, warum sie im Leben zu dem werden, was sie nun mal sind! Ich bin fest davon überzeugt, dass es sehr wohl Menschen gibt die sensibler sind als andere und die (aus was für Gründen auch immer) länger brauchen entscheidende Erfahrungen im Leben zu verarbeiten. Ich finde, dass die Autorin sehr gut Emelys Charaktereigenschaften wiedergibt. In meiner Interpretation hat Emely einen Weg gefunden mit ihrer negativen Liebeserfahrung zurechtzukommen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie wieder auf Elyas trifft (natürlich ist sie ein eher misstrauischerer und ein wenig unsicherer Mensch als andere, aber das ist doch nicht schlimm?...oder gibt es einen Prototyp von Mensch?). Ich konnte gut nachvollziehen, das ihre alten Wunden aufgerissen wurden und dass ihre Eigenschaften, wie Zickigkeit und unreife, wie du es bezeichnest in Gegenwart von Elyas stärker zum Vorschein kommen als bei anderen Personen…alles ganz normal und bei jedem von uns möglicherweise auch beobachtbar…(nur würde ich ihre Zickigkeit eher als Schlagfertigkeit bezeichnen (was eine Ressource darstellt) und ihre unreife als teilweise unsicheres Verhalten). Ich glaube auch, dass durch Elyas Beschreibung, die er über Emely abgibt (Szene auf dem schwarzen Sofa am Anfang) ganz viel Salz in die alten Wunden gestreut wird, was dazu führt das die negativen Gefühle von Emely noch stärker zum Tragen kommen und sie in so eine Art von Abwehrmechanismus gerät…ja da reagiert man nun mal nicht immer logisch…sondern nach seinen eigen gemachten emotionalen Erfahrungen. Egal ich kann nur für mich sprechen; mich hat die Autorin von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen und während ich das Buch gelesen habe musste ich ganz häufig lächeln, was definitiv für positive Gefühle sorgt. Und das können nicht viele Autoren. Es war einerseits die Art, wie sie schreibt; von der ersten Buchseite an verfällt man ganz leicht in alles von ihr beschriebene, fühlt mit, lacht mit, erlebt mit, ärgert sich mit und was sonst noch so an Gefühlen vorkommt…all das ist für den Leser sofort miterlebbar…man kann sich den beschriebenen Bildern nicht entziehen und möchte es auch nicht…für die Zeit, in der man die Bücher liest, gehört man selbst zu Emelys und Elyas Welt…wenig Bücher schaffen es aus meiner Sicht emotional so zu berühren.
      Teil 2 folgt

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    6. Dann zu Deinem aufgeführten Punkt mit dem Unfall der Mutter. Wie lang hätte man dieses Thema noch in einem Liebesroman verarbeiten sollen? Das entscheidende Thema wurde aus meiner Sicht klar beschrieben - nämlich, dass wir in unserem Leben erst merken wie gut es uns geht, nachdem was Schreckliches passiert ist. Die Autorin hat aus meiner Sicht einige tiefgründige Ansichten verarbeitet (auf ganz leichte und nicht bedrängende Art und Weise) und das Kapitel mit der Mutter war nur eines davon. Dasselbe empfinde ich bei der Szene die Elyas über sein Studium und die Erfahrungen im Krankenhaus erzählt. Ich selbst arbeite im Gesundheitswesen und kann das von Carina Bartsch geschriebene leider nur bestätigen…aber dazu kannst Du ja leider nichts sagen, denn Teil 2 hast Du ja nicht gelesen.
      Und zum Thema Cliffhanger…ich kann das schon gar nicht mehr lesen…gibt es denn da so wirklich festgeschriebene Regeln? Auch hier kann ich wieder nur aus meiner Sicht sagen…ich habe eine deutliche Entwicklung gesehen und es war für mich spannend, da sie sich näher gekommen waren und Luca eine Mail über Emelys ablehnende Gefühle zu Elyas erhielt…aus meiner Sicht, Spannung vorhanden.
      Und zum Thema Zeitspanne…ja klar, da hast Du recht…ist das aber wichtig oder entscheidend? Soweit ich mich erinnern kann, haben Fachhochschulen andere Semesterferien als Unis und Privat-Unis auch…also alles irgendwie möglich, aber aus meiner Sicht so unbedeutend.
      Und zum Thema Berlin…lebe selbst in einer Großstand…wüsste nicht was da gefehlt hat. Habe mir z.B. auch keine Reisetipps von einem Liebesroman erwartet.
      So musste einfach mal auch meinen Kommentar abgeben :-)) 

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    7. Okay, wenn es dich gestört hat ... gut aber Berlin steht nicht im Vordergrund, sondern ist nur der Handlungsort. Es hat keinerlei Bedeutung wo das ganze passiert. Es hätte auch in London sein können oder München. Für meinen Teil ist dieses Detail unwichtig. Ich lese kein Buch um dann zu sagen, ja die Stadt war jetzt gut beschrieben.

      Das "eh schon kritisch" bezog sie eher darauf, dass es sich nicht lohnt dir jetzt eine Entwicklung in der Handlung, den Charakteren oder dem ganzen Buch zu beschreiben, da du von vornherein diese Meinung dann kritisch liest. An deiner Art zu schreiben merkt man es deutlich. Die Geschichte mag in zwei Teile geteilt wurden sein, aber das heißt noch lange nicht, dass es dann nicht als Zweiteiler gesehen werden kann. Diese feinen Nuancen in der Handlung fallen manchen eben auf und anderen nicht.

      Ich versteh einfach nicht, wie du darauf kommst, dass bei einer Reihe jedes Buch in sich eine abgeschlossene Handlung haben muss? Nur weil das in einigen Bänden der Fall ist, heißt es noch lange nicht, dass es auf jede Reihe zutreffen MUSS. Wenn du eine Erkenntnis haben willst, die gibt es auch in "Kirschroter Sommer". Die Erkenntnis ist die, dass diese ganze Vorgeschichte von den beiden ein Missverständnis war. Wer diese Vorgeschichte aber schon als "dieser lahme, kurze Jugendflirt" bezeichnet, der sieht es nicht.
      In der Diskusion geht es aber hauptsächlich darum, ob diese Trennung sinnlos war und das ist sie nicht.

      Vielleicht siehst du es einfach anders, weil du vom Charakter her anscheinend stärker bist. Emely wurde zu einer Zeit verletzt (und ja, so etwas kann sehr verletzten) in der einen so etwas noch stark mitnimmt. Da empfindet es jeder anders. Das hat nichts mit ganz viel Drama und Mega-Lebenslange-Super-Drama zu tun. Nach der Aufklärung verändert sich das Verhalten der beiden auch, es ist nicht so, dass sie sich gleich blind vertrauen, sich ihre Liebe gestehen oder sonst irgendetwas aber sie ändert sich. Emely wird ihm gegenüber aufgeschlossener und Elyas seine Absichten werden ernsthafter.

      Was das Kürzen angeht ... du kannst keinen Autor miteinander vergleichen. Dan Brown hat schon einige sehr erfolgreiche Bücher geschrieben und verdient damit sein Geld. Bei einer Jungautorin, die ihren ersten Roman veröffentlicht tut jede Kürzung im Herzen weh. Es ist deine erste Geschichte und da sollst du einfach mal etwas weglassen? Nach ein paar Büchern wird ein Autor wahrscheinlich einsehen, dass man manches kürzen muss aber das kann man pauschal nicht sagen.

      Ich glaube, ich brauch dir da jetzt keine Entwicklungen (die meiner Meinung nach stattfinden) zu erklären, nur damit du sie dann zerreisen kannst. Wenn du es, für dich, beim Lesen nicht siehst, dann bringt es nichts. Die Zelt-Nacht, fällt da schon einmal komplett raus, weil du den zweiten Teil nicht gelesen hast, da fehlen dir Informationen.

      Jeder hat halt seine eigene Meinung, aber man muss auch offen für die der anderen sein. An manchen Stellen deiner Kritik drückst du dich ziemlich aggresiv aus bzw. empfindet man beim Lesen deinen Schreibstil als aggresiv.

      Ich habe keineswegs angedeutet, dass du den ersten Teil nicht beurteilen kannst, weil du den zweiten nicht gelesen hast. Mir ging es nur um die Aussage, wegen der Teilung. Um darüber zu Urteilen (auch was die Kürung angeht) sollte man beide Bände gelesen habe.

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    8. Ja, ich merke schon, eine wirkliche Diskussion macht keinen Sinn, deswegen gehe ich auch nicht weiter drauf ein. Ihr liebt das Buch, Handlungsort ist unwichtig, Handlungszeit ist unwichtig...alles unwichtig. Da bin ich eben anders - wenn alles unwichtig ist, dann kann man Kritik natürlich auch nicht diskutieren (das hat ja auch von deiner Seite nichts mit offen zu tun, dir ist das eben egal, mir nicht).

      Ich bin aber nicht emotional, Irma, ich habe halt diese Kritikpunkte und wenn sich die Tourveranstalter über eben diese auslassen, wollte ich nur mal zeigen, dass es auch jemanden gibt, der genau diese Punkte nachvollziehen kann. Ich bin damit ja auch nicht allein.

      Zu der Entwicklung: Warum erklärst du mir nicht, wo du die siehst. Dann kommt gleich so ein Quatsch mit zerreißen. Sorry, was soll ich davon halten. Sehr "offen". Ich möchte offen diskutieren und deinen Standpunkt verstehen, aber du tust das ab, blockierst das, weil ich ja eh dagegen bin. Macht ja keinen Sinn? Ok, dann macht es das auch nicht. Dann macht eure Tour, erklärt alle Kritikpunkte als nichtig, versucht gar nicht erst die andere Seite zu verstehen. Ich verstehe dann zwar den Sinn nicht mehr sich überhaupt mit Kritikpunkten auseinanderzusetzen (du hast gefragt ob jemand anderer Meinung ist, nicht damit gerechnet, dass auch jemand drauf eingeht?)

      Ich brauche btw keine Informationen aus dem zweiten Band. Die Zeltnacht ist innerhalb des "ersten Bandes" abgeschlossen. Zelten-Nacht-Morgen-ZuHause-Ende. Daran kannst du mir die Entwicklung von Emely nicht beschreiben? Was ist mit dem Unfall? Mit der Kiffer-Nacht? Daran auch nicht? Gar keine Argumentation möglich? Na ja...

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    9. PS: Mein Schreibstil soll nicht aggressiv sein. Ich argumentiere manchmal ein bisschen leidenschaftlich, aber aggressiv soll das nicht wirken und so ist es auch nicht gemeint.

      Dass man beide Bände gelesen haben sollte, die Begründung kann ich immer noch nicht verstehen. Wir reden von Kirschroter Sommer. Deine Aktion heißt Kirschroter Sommer...und ok, das Missverständnis ist die Erkenntnis aus 500 Seiten? Kannst du mir dann denn erklären wo du nach dieser Erkenntnis dann die Entwicklung daraus siehst? weil ich meine sie kam ja nicht ganz am Ende vom Buch. Gab es danach eine nennenswerte Änderung?

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    10. Ach, ich weiß dass es sinnlos ist, aber ich möchte Irma dennoch noch einmal antworten:

      Was heißt beurteilen, verurteilen? Ich habe hier ein Buch gelesen und innerhalb dieser Geschichte beurteile ich, ob mir der Grund von Emelys Verletzheit als Jugendliche, die übrigens keiner echten Beziehung entspringt, sondern aus einer Schwärmerei und _einem_einzigen_ Kuss entstanden ist. Mehr nicht. Danach hat sie sieben Jahre lang weitergelebt, war Best-friend mit Alex, hatte andere Beziehungen - reicht es also, für einen so starken Hass, der trotz ihrer ständigen Schwärmereien und Annäherungen immer wieder zum Vorschein kommt? Ich finde nicht. (übrigens bezeichne auch ich Emely teilweise als schlagfertig, aber auch das kann zickig sein und das ist es meiner Meinung nach, wenn man zwischen durch mal das nette vergisst)

      Immer die Argumentation mit dem zweiten Band...richtig, dazu kann ich nichts sagen. Aber ihr besteht doch darauf, dass das Buch als Zweiteiler funktioniert. Ich bin der Ansicht, dass ich Charaktere auch schon nach einem Band verstehen muss. Danach können gerne Wendungen kommen. Aber weißt du was? Spoiler mich einfach, ich will den zweiten Band ja eh nicht lesen. Erkläre mir die tieferen Beweggründe, die sich mir im zweiten Band deiner Meinung nach offenbaren werden.

      Das Ende war spannend? Was daran? Hat es dich überrascht, dass Elyas sich nach einer Mail an Luca nicht mehr meldet? Mich ehrlich gesagt nicht. Was mich aber interessiert und das ist der wesentliche Punkt, warum ich in diesem Buch keine Entwicklung sehe: Warum schreibt Emely das überhaupt? Warum ist sie wieder genauso abweisend wie am Anfang? Nach der Zeltnacht? Hätte es nicht irgendwann einmal eine Wendung in der Beziehung geben müssen? Oder siehst du dir möglicherweise irgendwo (auf den 500 Seiten von Kirschroter Sommer!)? Es gab doch reichlich Situationen, Küsschen auf die Wange. Und dann wieder: Hass und Ablehnung pur. Zickereien, nichts neues

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    11. Liebe Sarah,
      eigentlich möchte ich mich mit Kommentaren zurückhalten, weil ich selbst zu allen Kritikpunkten ausführlich Stellung bezogen habe, was man am Samstag auf diesen Blog nachlesen kann.

      Grundsätzlich möchte ich dir sagen, dass du von einer Diskussion nicht erwarten kannst, dass andere Leute deine Meinung übernehmen. Du rückst ja selbst kein Stück von deiner eigenen Meinung ab, also kannst du genau diesen Vorwurf im Gegenzug auch keinen anderen machen. (Immer erst mal sich selbst reflektieren, ehe man mit Steinen wirft und gar solche Behauptungen aufstellt, dass eine Diskussion sinnlos wäre. Oder gibt für dich eine Diskussion erst Sinn, wenn deine Meinung übernommen wird?)

      Zweitens möchte ich etwas zu der Art und Weise sagen, wie du deine Kritik darlegst. Natürlich legst du sachlich deine Sicht der Dinge dar, aber im Unterton schwingt doch ein bisschen mehr mit als Sachlichkeit, nämlich Feindseligkeit. Ich für meinen Teil denke, dass das der Grund ist, warum du die Reaktionen bekommen hast - und nicht deshalb, weil du als einzige hier anderer Meinung bist.

      Drittenes möchte ich etwas zu deiner meistgestellten Frage nach der Entwicklung der Charaktere sagen. Im Idealfall begreift der Kopf etwas und die Umsetzung folgt auf dem Fuß - im Idealfall, denn mit der Realtiät hat das nichts zu tun. Jeder Schritt nach vorne ist mit Rückschritten verbunden. Jahrelanges Verhalten kann man nicht von heute auf morgen ablegen, selbst wenn man bereits begriffen hat, dass es einen Fehler im eigenen Verhalten gibt. Wenn Dinge tief sitzen, dann sitzen sie tief - was glaubst du, warum Praxen für psychische Erkrankungen überlaufen? Wie einfach wäre denn die Welt, wenn jede Form der Einsicht sofort zu einem perfekten Ergebnis führen würde? Ich versuche meine Bücher nicht nach dem Standpunkt der perfekten Unterhaltung für jeden Menschen dieser Welt zu schreiben, mit den immer gleichen Ablauf - Beginn, Wendung, plötzliche Einsicht, Happy End - ich versuche sie an die Realität anzulehnen. Und in der Realität sind Ängste nun mal nicht mit einem Fingerschnipp zu überwinden, in der Realität flüchtet man sich, selbst wenn man sich nach vorne bewegt, immer wieder mal zurück in das alte Verhaltensmuster, weil es dort sicher ist. Eine Sicherheit, die einem bei allem Neuen fehlt.
      Mehr dazu aber am Samstag.

      Um die Geschichte im Ganzen zu verstehen, ist es natürlich wichtig, auch den zweiten Band gelesen zu haben. Du selbst sagst doch, dass es kein richtiger Zweiteiler ist, keine in sich abgeschlossenen Geschichten. Erst beide Bände ergeben eine in sich abgeschlossene Geschichte. Also hast du folglich gerade mal die Hälfte gelesen, und das sogar nach deiner eigenen Argumentation :')

      Liebe Grüße
      Carina

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    12. Naaak, ich noch mal kurz. Ich muss dich eben zitieren:

      "Ich habe hier ein Buch gelesen und innerhalb dieser Geschichte beurteile ich, ob mir der Grund von Emelys Verletzheit als Jugendliche, die übrigens keiner echten Beziehung entspringt, sondern aus einer Schwärmerei und _einem_einzigen_ Kuss entstanden ist. Mehr nicht. Danach hat sie sieben Jahre lang weitergelebt, war Best-friend mit Alex, hatte andere Beziehungen - reicht es also, für einen so starken Hass, der trotz ihrer ständigen Schwärmereien und Annäherungen immer wieder zum Vorschein kommt? Ich finde nicht."

      Hätte das so in dem Buch stattgefunden, würde ich dir sofort zustimmen. Allerdings argumentierst du hier mit etwas, das du selbst total verzerrt hast. Das steht - sogar wortwörtlich, also Interpreationsfehler ausgeschlossen - komplett anders in dem Buch.
      Emely hatte keine "kleine Schwärmerei". Emely war zwei Jahre lang Hals über Kopf in Elyas verliebt. So richtig. Mit allem drum und dran. Zwei Jahre sind eine sehr lange Zeit. Dem wurde durch Elyas ein hartes Ende bereitet. Eine Abfuhr ist immer schlimm, das weiß jeder, der selbst schon verliebt war, aber eine harte Abfuhr, die einem in einer Zeit (Pubertät), in der man ohnehin mit Komplexen beladen ist, suggeriert, dass man nicht gut genug ist - ist noch eine ganz andere Nummer.
      Emely hat danach Beziehungen gehabt? Absolut korrekt, aber hast du auch gelesen, welche Art von Beziehungen? Emely hat sich nur auf Männer eingelassen, für die sie ein bisschen mehr als Sympathie empfand. Einen Menschen, für den sie ernsthafte Gefühle hegt, hat sie nie wieder an sich herangelassen. Es waren nur Beziehungen, die sie als "sicher" einstufte. Das Verletzungsrisiko hielt sich in Grenzen - richtig nah hat sie niemanden mehr an sich herangelassen.

      Halten wir also fest: Zwei Jahre unglückliches Verliebtsein (zehnmal mehr als eine kleine Schwärmerei), knallarte Abweisung, die sie nie verarbeiten konnte und die selbst nach sieben Jahren immer noch Spätfolgen hinterlassen hat und sie in ihrem Leben beeinträchtigt.

      Ich kann ja verstehen, dass es dir selbst vielleicht anders ergangen wäre, aber warum nimmst du einem sensiblen Menschen das Recht, Dinge eben nicht so leicht wegstecken zu können, so wie du es vielleicht selbst tun würdest? Meinen Respekt an dich, du scheinst nicht nur Holzhammerkritiken zu verteilen, sondern auch selbst ein echter Holzhammermensch zu sein, den nichts im Leben in die Knie zwingen kann. Ein bisschen schade finde ich es aber schon, dass dadurch jegliches Verständnis für Menschen wie Emely verloren geht. Nicht jeder kommt mit einem Selbstbewusstsein wie ein Airbus und einer Härte aus Stahl auf die Welt. Ich muss sagen, dass ich das sogar sehr gut finde. Denn wenn man selbst sensibel ist, hat man auch viel mehr Sensibilität für seine Mitmenschen übrig.

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    13. Hallo Carina,

      danke, dass du auch selbst Stellung dazu beziehst. Ich sage ja auch selbst, es fühlt sich eher so an, als hätte ich ein Buch abgebrochen, anstatt es zu ende gelesen zu haben. Das habe ich aber nachweislich. Ich habe die letzte Seite gelesen, den Buchdeckel zugeschlagen. Das Buch war zu Ende. Deswegen ist die Argumentation, dass ich beide gelesen haben MUSS für mich nicht tragbar, wenn ihr gleichzeitig betont, dass diejenigen, die genau das kritisieren, Unrecht haben. Kannst du das dann nicht nachvollziehen? Ich muss doch auch nach einem Band schon eine Entwicklung erkennen, ein Buch braucht doch etwas, was man mitnehmen kann. Also, was ist es jetzt? Sind es zwei Bände oder ist es eine Geschichte im Ganzen? Das hat ein bisschen was von mal Hü, mal Hott...

      Ich denke ehrlich gesagt, ich habe schon recht sachlich dargelegt, was mich gestört hat. Ob ihr da Feindseligkeit herauslest, na mein Gott, das war nicht meine Absicht, aber dafür kann ich auch nichts. Man sollte immer bedenken, dass wir hier nur über das geschriebene Wort kommunizieren. Wir sehen nicht die Mimik, da sollte man vielleicht immer ein bisschen vorsichtiger sein, wenn man Feindseligkeit unterstellt, oder?

      Ich denke, um von meiner Meinung abzurücken, müsste ich eine Argumentation erhalten. Deswegen habe ich Franzi auch aufgefordert mir zu erklären, wo sie die Entwicklung sieht. Wenn ich sage, da ist keine, und sie sagt, da ist eine, dann können wir uns doch nicht annähern, oder was meinst du? Wobei ich denke, dass ich nahegelegt habe, warum da für mich nichts ist, Franzi hat sich der Gegenargumentation aber bisher entzogen, was ich sehr schade finde. Andere Punkte tut sie ab, weil sie unwichtig sind. Auch da können wir keinen Übereinkunft erzielen.

      Ich finde es schön, dass du versuchst auf diese Frage einzugehen. Und vielleicht sollte ich erstmal deine Antworten abwarten, wenn sie kommen. Ich würde deiner Argumentation auch zustimmen, im Kern. Aber Emely und Elyas haben doch in einigen Situationen ihren Trott eigentlich schon durchbrochen. Dennoch springt Emely immer wieder zurück. Siehst du das selbst anders? Als die Geschichte in der Jugend aufgedeckt wird und das Missverständnis erkannt wird, hätte nicht spätestens da etwas anders werden müssen? Das war für mich eigentlich der Punkt an dem ich eine Wendung erwartet hatte und ich finde eben, dass Emely und Elyas bis dahin auch mehr als genug Tänzchen gewagt hatten, um sich weiterzuentwickeln.

      Liebe Grüße
      Sarah

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    14. Liebe Franzi,

      ich habe jetzt im Auto noch mal darüber nachgedacht, ob ich nicht auch noch darauf eingehen sollte, warum ich dich überhaupt nach der Entwicklung frage - oder warum ich überhaupt auf diese Aktion geantwortet habe.

      Ich finde es nämlich eigentlich schön, wenn Blogs eine Fan-Aktion aufziehen, um andere an ihrer Freude für ein Buch teilhaben zu lassen. Ob ich das Buch selbst mochte oder nicht, dass ist mir dann eigentlich egal. Aber warum habt ihr die Aktion dann nicht von einer positiven Seite aus gestartet? Waurm erzählt ihr anderen nicht, was ihr an dem Buch toll fandet, was euch begeistert hat? Oder macht Charaktervorstellungen etc?

      Warum habt ihr euch dazu entschieden, die Meinung anderer als Grundlage zu nehmen und dann zu erzählen, dass sie unrecht haben. Warum stärkt es eure Aktion anderen zu erzählen, sie hätten "kein Verständnis" oder what ever?

      Und deswegen habe ich dich auch immer wieder aufgefordert, mir zu erklären, wo du zum Beispiel die Entwicklung siehst. Wenn mir jemand quasi sagt "du hast Unrecht, weil is so", dann kann ich das schlecht nachvollziehen. Deswegen habe ich dich aufgefordert mir die feinen Nuancen der Situationen zu beschreiben, denn deinem Beitrag zu folge habe ich ja nicht aufmerksam gelesen, oder nicht genauer hingeschaut. Und weil du das in deinem Beitrag oben (indirekt) behauptest, müsstest du das jetzt meiner Meinung nach auch argumentativ untermauern können.

      Ich meine, nicht ich habe mich dazu entschieden, die Fan-Aktion von dieser negativen Seite her anzugehen. Es gibt doch immer unterschiedliche Meinungen, warum ist es euch so wichtig, die negativen Kritiken herauszupicken und - ich sage es mal etwas überspitzt, versteht das bitte nicht wieder feindselig - darauf herumzuhacken? Warum lasst ihr anderen nicht ihre Meinung und erzählt stattdessen, was euch so begeistert hat? Das finde ich nicht gut, vor allem dann nicht, wenn man die Diskussion dann nicht einmal wirklich aufnimmt, sondern alles ein wenig von sich wegschiebt. Die ist eh kritisch, die ist eh anderer Meinung...

      Und noch einmal zu dem Punkt mit den zwei Bänden statt einem. Du schreibst, wer würde schon 1000 Seiten einer unbekannten Autorin lesen. Nun ja, ich würde das tun. Ich habe "Elfenmagie" von Sabrina Qunaj gelesen, das ist ein Debüt mit knapp 1000 Seiten. Es war ein positives Erlebnis, deswegen kann ich deiner Begründung hier nicht zustimmen. Und darum ging es auch nie. Es ging darum, dass ich, nachdem ich das schon als Kritikpunkt hatte, gelesen habe - von Carina selbst, in einem Kommentar oder Interview, weiß nicht mehr - dass sie das Buch trennen musste, weil sie als Selbstverlegerin die Kosten für einen so dicken Einzelband nicht stämmen konnte. Was ich ehrlich gesagt nachvollziehbar finde.

      Allerdings, bei allem Verständnis, haben die Kritiker im Kern dann doch recht, oder nicht? Wenn es als eine Geschichte geschrieben wurde, dann liest es sich vielleicht für viele auch so? Ich finde das recht einleuchtend. 500 Seiten sind als Länge sicher schöner als 1000, aber was nützt mir das, wenn ich im Endeffekt eben doch 1000 Seiten lesen muss, um eine vollwertige Geschichte zu haben? Das hat ja nichts mit vorsätzlicher Geldmacherei zu tun (habe ich glaube ich auch nie behauptet. Aber "Kirschroter Sommer" scheint ein Buch zu sein, mit Buchdeckel vorne und hinten, aber eine ganze Geschichte bekommt man darin eben nicht - und das ist der Unterschied zu vielen anderen Reihen, die eben doch einen Teilabschluss liefern.

      Es kann ja sein, dass das viele nicht stört, wenn man eh gleich beide gekauft hat vielleicht. Vielleicht hätte auch ich dann gleich weitergelesen. Das kannst du vielleicht als Kritik nicht nachvollziehen, weil dir diese Geschichte anscheinend etwas gegeben hat, was sie mir nicht gegeben hat, aber lies doch mal bitte deine eigenen Anmerkungen oben durch. Wenn man Teile gar nicht verstehen kann, wenn noch etwas fehlt - kannst du dann wirklich nicht nachvollziehen, warum einige kritisieren, dass es zwei Bücher sind?

      LG

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    15. Hallo Carina,

      aber selbst auch nicht verzerren, gelle? Das "kleine" vor der Schwärmerei stammt von dir, nicht von mir. Und eine Beziehung hatten sie doch nicht, oder? DAS sage ich damit. Klein oder groß, es war eine Schwärmerei, KEINE Verliebtheit.

      Und entschuldige mal, also jetzt ENTSCHULDIGE wirklich mal. Ich darf nicht beurteilen, ob ich Emelys angemessen finde oder nicht, das ist direkt Holzhammer, aber DU möchtest MICH allein aus dieser meiner Interpretation heraus als Mensch beurteilen? Ernsthaft? Also ehrlich, ernsthaft ernsthatf? Dein Ernst? Ich bin kein Holzhammermensch, absolut nicht, deine "Interpretation" ist komplett falsch. Punkt. Ausrufezeichen. Ich habe eine Menge Verständnis für viele Menschen. Ich bin selbst manchmal ein Sensibelchen. Und ohne dir mein Leben darlegen zu wollen, ich habe kein Selbstbewusstsein wie ein Airbus. Ändert das etwas daran, dass ich Emelys extreme Verletzheit und ihre Ablehnung von Elyas nicht nachvollziehen kann, vor allem NACHDEM das Missverständnis erklärt ist? Nein, tut es nicht.

      Aber du erlebst mich gerade fassungslos. Ich habe ein ganzes Buch aus deiner Feder gelesen, du nur ein paar Zeilen von mir. Dennoch würde ich niemals eine solche Beurteilung über die raushauen. Woher nimmst du diese Einschätzung? Ernsthaft, ERNSTHAFT, aus meiner Interpretation eines Buchcharakters im Bezug auf eine im Buch dargelegte Situation? Ernsthaft? Und ich darf Emely nicht beurteilen, über die ich viel mehr weiß, als DU über mich?

      Ich weiß nicht, ob ich gerade lachen oder weinen soll. Ich meine, das war in gewisser Weise wirklich verletzend und da du nichts über mich weißt auch ohne jede Grundlage. Fassungslosigkeit....

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    16. Nebenbei, wobei ich immer noch wahhhh bin, wo ist Emely denn ein sensibler Mensch ohne Selbstbewusstsein? Sie ist doch kein Schneckenhaustyp. Sie ist schlagfertig und teilt aus...also. Aber ich bin immer noch ohne Worte.

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    17. ach, da sehe ich auch wie fassungslos ich war.

      Edit für den vorletzten Beitrag: Natürlich war es eine Verliebtheit, aber es war KEINE Beziehung. Das wollte ich sagen. Keine Beziehung, nur ein Kuss und ein Missverständnis

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    18. Wisst ihr was, vielleicht bräuchte ich jetzt das Selbstbewusstsein eines Airbus' oder Emelys zickige Schlagfertigkeit, aber ich bin raus.

      Carina, wir haben hier über einige Aspekte deines Buches diskutiert und nachdem du mir erst noch unterschwellige Feindseligkeit vorgeworfen hast, womit ich klar gekommen bin, muss ich dir sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie ich mit der persönlichen Ebene umgehen soll, auf die du diese Diskussion gebracht hast. Ich weiß nicht, wodurch du meinst mich dermaßen beurteilen zu können, aber für mich ist das der Punkt einen Schlussstrich zu ziehen. Leider bin ich kein Eisklotz oder wie auch immer du mich hier hinstellen möchtest, nur weil ich deinen Buchcharakter nicht mochte bzw. mich nicht in diesen hineinversetzen konnte. Das fand ich absolut unangebracht, mir fehlen noch immer die Worte, und deswegen möchte ich das an dieser Stelle abbrechen.

      Franzi, du kannst ja mal über euren Ansatzpunkt nachdenken bzw. meine Kritik daran und vielleicht erläuterst du ja sogar noch warum ihr das so gewählt habt oder sogar die Charakterentwicklungen - ist ja vielleicht auch was, was andere interessiert, ich werde es nur nicht mehr hier lesen kommen. (wenn du mir dazu noch was sagen willst, schick mir eine Mail, die Adresse findest du auf meinem Blog über diesen Account).

      Es tut mir leid, aber für mich war es das hier. Ich wollte sicherlich über das Buch diskutieren, aber wenn ich mir anhören muss, ich sei ein Holzhammermensch ohne Verständnis für andere Menschen und was weiß ich, dann geht mir das persönlich zu nahe und ist keine Ebene, auf der ich eine Diskussion über einen Roman fortsetzen möchte.

      Liebe Grüße
      Sarah O.

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    19. Dein Schreibstil soll vielleicht nicht aggressiv sein, dir wirft auch keiner Feindseligkeit vor. Ich habe dich lediglich darauf hingewiesen, wie es bei mir ankommt.

      Dass alles unwichtig ist, habe ich nie behauptet. Im Vordergrund steht aber die Geschichte von Emely und Elyas und nicht ob es von Mai bis August oder von Weihnachten bis Ostern spielt, ob in Prag, Berlin oder der Türkei ... ausschlaggebend ist die was passiert. Wenn dich diese beiden Punkte stören, dann stören sie dich. Sie sind aber nicht so gravierend, dass man sich daran wirklich aufhalten muss, es sind Nebensächlichkeiten.

      Warum ich es dir nicht erkläre, worin ICH eine Entwicklung sehe? Eben weil du es nicht verstehen willst. Deine ganzen vorherigen Worte wirken keineswegs so, als willst du meine Meinung verstehen. Du beharrst auf deine und kommst keinen Schritt entgegen. Vielleicht siehst du das anders, aber es kommt auf jeden Fall so rüber. Wir sind an einer Stelle festgefahren, bei der einfach kein vor oder zurück möglich ist, aber wenn du es so gern lesen willst, dann gut.

      Vorher noch eins. Ich habe mir deine Meinung durchgelesen, und sachlich darauf geantwortet. Ich kann deine Kritik teilweise nachvollziehen. Ob man das Buch liebt oder nicht, dabei spielt die Persönlichkeit des Lesers eine große Rolle.

      Es geht nicht darum, dass keine Argumentation möglich ist. Die Zelt-Nacht ist abgeschlossen, das stimmt schon, aber warum Emely dann so reagiert erfährt man dann erst im zweiten Teil. Da ist die Erklärung, WARUM sie es als Katastrophe empfunden hat.

      Ich kann dir nur sagen, wie ich es empfunden habe. In Emelys Kopf kann ja keiner sehen.

      Klar gibt es bei der Zelt-Nacht Unstimmigkeiten. Emely ist es unangenehm, bei ihm auf dem Motorrad zu sitzen. Sie weiß genau, dass sie schwach wird, wenn sie ihm zu nahe kommt und eben das will sie nicht. Sie kann Elyas seine Worte einfach nicht glauben, weil er sie schon mehrfach verletzt hat. In der Vergangenheit und dann alleine schon bei ihrem ersten Wiedersehen. Er hat anfangs gelogen. Dann wollte er sie nur rumkriegen und da ist es doch klar, dass Emely in ihm jemanden sieht der nicht die Wahrheit sagt. Sie schützt sich mit ihrem Misstrauen vor Verletzungen.

      Der Unfall ist ein gutes Beispiel. Emely ist vollkommen aufgelöst und Elyas steht ihr bei. Er bringt sie zu ihren Eltern und dann verschwindet er. Die ganzen Wochen danach versucht sie sich ja bei ihm zu bedanken und ist ihm offener gegenüber. Als sie endlich wieder in Berlin ist, wo siehst du da das zurückspringen? Sie ist unsicher, und da sie eh schon nicht seinen Worten traut und glaubt, dass er sie immer noch nur ins Bett kriegen will, ist es kein Wunder, dass sie ihm da nicht um den Hals fällt. Sie zickt ihn aber keineswegs an. Sie necken sich eher. Elyas rückt Emely bei dem DVD Abend auf die Pelle und sie nervt es. Das ist verständlich. Mich würde so etwas auch nerven! Dann kommt die Nacht mit dem Geständnis. Danach ist sie doch nett zu ihm, oder sollte sie deiner Meinung nach gleich all ihr misstrauen und ihre verletzten Gefühle über Bord werfen und sich auf ihn einlassen?

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    20. Ich finde, dass Emelys Meinung von Elyas, sich von der ersten bis zur letzten Seite immer mehr verändert. Anfangs hasst sie ihn abgrundtief, dann nervt er sie, dann nervt es sie, dass sie ihn gerne um sich hat und dann will sie nicht, dass er mitbekommt, wie sie sich wieder in ihn verliebt.

      Es ging nie darum, deine Meinung zu ändern. Viele Rezensionen, die eben diese Kritikpunkte enthalten sind alles andere als sachlich und einfach nicht gut begründet. Es sagt doch keiner, dass die "Kritiker" unrecht haben!? Ich sehe es so, der andere sieht es so und ein Dritter hat wieder eine komplett andere Meinung. Es geht darum, dass man über die einzelnen Punkte diskutieren kann, wie jeder sie sieht und warum. Was ist daran so verwerflich. Sobald man sich über Kritik äußert, wird man gleich hingestellt, als würde man keine andere Meinung akzeptieren, aber das ist überhaupt nicht der Fall.

      Ich hacke weder auf anderen herum, noch sage ich von vornherein, dass sie eh kritisch ist und somit nichts versteht ... wenn du das so empfindest, dann tut es mir leid. Wenn es so wäre, wie du sagst, dann hätte ich dir gar nicht erst auf deinen Kommentar geantwortet.

      Ich glaube wir reden ständig aneinander vorbei. Ich habe nie erwähnt, dass du beide Bände gelesen habe, musst, um die Geschichte zu beurteilen, es ging lediglich um den Punkt des viele sagen, dass die Autorin die Geschichte teilt, damit sie mehr Geld bekommt, was aber nicht der Fall ist. Wie du so schön sagst, ist es eine "Notwendigkeit" gewesen. Große Verlage können vielleicht problemlos 1000 Seiten drucken aber als Selbstverleger ist das nicht so einfach möglich. Es geht da nicht darum, dass Carina einfach mehr verdienen wollte. Diese Meinung hast du ja auch nicht vertreten. Ich verstehe, warum es für dich kein erster und kein zweiter Band ist. Diese Thematik, dass in einer Reihe immer ein Handlungsabschluss sein muss, konnte ich nur absolut nicht nachvollziehen. Wenn du es so empfunden hast, als würde die Geschichte aufhören, dann hast du das eben so empfunden, weil dir eben dieser Abschluss gefehlt hat, der für dich zu einer Reihe gehört, für mich aber nicht. Ich habe schon das Gefühl, dass jeder der beiden Bände eine etwas andere Handlung hat. In "Kirschroter Sommer" ist es anfangs dieses Gezicke, das verarbeiten der Vergangenheit und dann die vorsichtige Annäherung, wohingegen in Band zwei der langsame Aufbau von Vertrauen und einer wirklichen Beziehung im Vordergrund steht.

      So sehe ich die Unterteilung. So wie du es in deinem letzten Kommentar mir gegenüber erwähnt hast, kann ich auch nachvollziehen, warum du dem zustimmst und es so siehst. Wenn ich es aber auf meine Unterteilung beziehe, dann kann ich es wiederum nicht nachvollziehen. Ich denke dieser Aspekt ist Ansichtssache.

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    21. Liebe Sarah,

      offenbar bin ich dir mit der Bezeichnung, die ich etwas achtlos dahingesagt habe, sehr nahe getreten. Dafür möchte ich mich ehrlich bei dir entschuldigen.

      Letztlich hast du ja schon gut selbst argumentiert, gerade bei dem nur geschriebenen Wort sieht man die Person nicht im Ganzen dahinter, keine Mimik, keine Gestik - nichts. Ich wollte dich in keinem Fall als schlechten Menschen hinstellen (wer bin ich denn, wenn ich mir so etwas rausnehmen würde?) oder dich gar damit verletzen. Nichts liegt mir ferner als das, das kannst du mir glauben. Ich konnte nur beurteilen, wie du dich hier gegeben hast, und da ist mir mehrmals der Holzhammer begegnet. Charaktere - Holzhammer, Buch - schlecht - Holzhammer, Autorin "wollte ihre Charaktere nicht loslassen"- Holzhammer, Antworten der anderen Leser, deren Argumentation du nicht anerkannt hast - Holzhammer.

      Letztendlich muss man erwähnen, auch wenn das gerne vergessen wird: Das, was du in ein paar Zeilen als schlecht verrissen hast, hat mich drei Jahre Arbeit und den größten Mut (Selbstverlag) meines Lebens gekostet. Zudem bin ich tatsächlich einer der wenigen Autoren, die aus voller Leidenschaft schreiben. (Wenn man sich ein bisschen mit der Branche befasst, weiß man, dass die meisten Bücher von Auftragsautoren geschrieben werden, für die das ein ganz normaler Job ist, oder dass Autoren durch Kontakte an einen Verlagsvertrag gekommen sind, was praktisch war, wird man eben Autor. Aber mit dem Herzen dabei, mit dem Pulsschlag, sind leider eher die wenigsten.) Worauf ich hinausmöchte: Kritik wie deine, die knallhart runtergeschrieben wird, trifft mich. Heutzutage nicht mehr so wie noch vor einem Jahr, man lernt (oder muss lernen) mit der Zeit besser damit umzugehen. Nichtsdestotrotz wird es nie schön sein. Vielleicht verstehst du das sogar, du wirst sicher auch Leidenschaften in deinem Leben haben, die dir viel bedeuten, und je mehr sie dir am Herzen liegen, desto mehr werden negative Worte treffen. Jede Kritik an meinem Geschriebenen ist auch automatisch eine Kritik an meiner Person. Ein Buch ist eben nicht nur ein "Produkt", es steckt doch ein bisschen mehr dahinter. Nicht zuletzt der Mensch, der es geschrieben hat.

      (Text zu lang, deswegen Teil 2 in neuem Post)

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    22. Teil 2:

      Und gerade in solchen Fällen sollte man wirklich sehr vorsichtig mit dem Tonfall und den Formulierungen sein. Ich erwarte nicht, dass jeder meine Bücher mag - wäre auch die reinste Utopie und ich wäre der erste Autor auf der Welt, dem das gelingt. Darum geht es gar nicht. Jeder darf und soll auch seine Meinung haben, ich finde das sogar gut, weil ich mir schon sehr viel aus Kritiken ziehen konnte. Ich halte mich keineswegs für einen grandiosen Autor, im Gegenteil, wenn ich meine Texte durchgehe, sehe ich eigentlich nur, was ich hätte besser machen können. Als Autor, genau wie als Mensch, hat man nie ausgelernt, und darin liegt auch mein Streben: Ich möchte mich verbessern. Grundsätzlich bin ich also immer offen für Kritik, insofern sie nicht feindselig ist. Vielleicht war es dir nicht bewusst, vielleicht warst du einfach so in deinem Elan, dass du den unterschwelligen Ton deiner Kritik und deinen Antworten gar nicht bemerkt hast. Da ich selbst durchaus auch manchmal zu Hitzigkeit neige (naja, was heißt "manchmal". Sagen wir eher, es gibt genau ein Geschlecht auf der Welt, das Hitzigkeit bei mir auslösen kann, und das hat nen Pimmel), wäre ich die Letzte, die dich ernsthaft dafür verurteilen würde.

      Irgendwie zeigt aber das gerade Entstandene sehr gut, wie viel ein falsches Wort ausmachen kann, und bringt damit wieder den Schlenker zu dem eigentlichen Thema zurück: Ich bin eine völlig fremde Person für dich, du hast keine "Gefühle" für mich, eigentlich könnte ich dir und meine Meinung völlig Schnuppe sein, trotzdem konnte ein einzelnes Wort, das ich gar nicht böse gemeint und eher unbedacht geäußert habe, so viel Negatives bei dir auslösen. Ich konnte dich, obwohl ich das nicht wollte, sogar verletzen. Wie hätte es dann für dich sein müssen, wäre ich eine Person, die du seit zwei Jahren liebst, der du deine ganze Welt zu Füßen legen würdest, würde sie dich nur lassen - was würde es bei dir auslösen, wenn genau diese Person, die so viel Macht über dich hat, dich nach dieser langen Zeit des Ausharrens, Bangens und Hoffens endlich küsst und glücklich macht, und dich dann fallen lässt, als wärst du ein Stück Dreck, und dir das mit anderen Worten direkt ins Gesicht sagt?
      Du wirkst nicht wie ein schwacher Mensch auf mich, Sarah. Du hast dich als einziger Anti in diese Runde gewagt und hast deine Meinung verteidigt. Dazu gehört Mut. Und trotzdem konnte ein falsches Wort so viel Schaden anrichten.
      Deswegen verstehe ich nicht ganz, warum du Emely nicht mal den Hauch eines Ansatzes verstehen kannst. Wir wissen doch alle, wie es ist, jemanden zu lieben, und wie sehr diese Person uns verletzen kann. Das Mädel hat es eben einfach nicht geschafft, darüber hinwegzukommen, und macht bei allen Fortschritten eben auch Rückschritte. Sie beginnt ja, das Positive an ihm zu erkennen, da gibt es tausende Stellen im Buch, ihre Meinung wandelt sich immer mehr, aber trotzdem flüchtet sie sich auch wieder zurück in ihre sichere Zone. Selbst so Kleinigkeiten wie der Wangenkuss waren ein riesiger Schritt für sie - noch zwei Monate zuvor wäre das undenkbar gewesen. Emely macht keine Meilenschritte, sie macht ganz viele kleine. Aber sie macht sie.

      Mehr habe ich eigentlich gar nicht sagen wollen und ich finde es sehr schade, was jetzt daraus resultiert ist.

      Trotzdem liebe Grüße
      Carina

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  4. Also zu dem Punkt, dass es viel zu offensichtlich ist, wer Luca ist. Ich selber durfte die Geschichte ja auch vorher lesen und da war es offensichtlich, das stimmt.
    Aber jetzt bei den Büchern, da finde ich es nicht sehr offensichtlich. Es wird hier und da mal drauf angedeutet und man könnte eine Theorie aufstellen, aber 100% davon überzeugt sein hätte ich nicht sein können. So war es bei mir jedenfalls.

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    1. Eben! Es sind Andeutungen aber so wirklich sicher sein, kann man sich trotzdem nicht.
      Ich finde es auch nicht schlimm, dass man relativ schnell weiß wer es ist. Es sollte ja kein Konkurrent sein.

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  5. Hey Leute mal im Ernst. Ist es nun wirklich ein so rießiger Kritikpunkt, dass sich die meisten schon recht schnell denken konnten das es Elyas ist??? Ich finde es bei den typischen, herrlichen kitschigen Liebesfilmen aus Hollywood genauso... man weiss sehr schnell wie es ausgehen wird und...??? Trotzdem sehen es sich unheimlich viele an und lieben genau das an den Filmen. Also dieser Punkt ich für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Klar gibt es unterschiedliche Geschmäcker, aber wenn ich zum Beispiel nicht auf Typisch Kitschige Liebeschnulzen stehe, tue ich es mir auch nicht an. Das ist wie mit den Hotelbewertungen. Es steht in der Beschreibung das das Hotel zum Ausruhen und relaxen ist und Leute beschweren sich anschließend das es zu langweilig war... hallo..??!
    Und der Punkt Charaktere ist ebenso wenig nachvollziehbar. Natürlich würde jeder von uns anders handeln weil wir individuen sind und es eben jeder anders handhabt. Und natürlich bin ich auch manchmal schier verzweifelt vor allem im 2. Teil, dass Emely sich selbst so im Weg steht, aber hey Carina wollte mit der Geschichte autentisch erzählen wie man sich fühlt von seiner Großen Liebe verletzt worden zu sein.(und das ziemlich gut!!!)und dieser nach Jahren wieder zu begegnen. Wie würdet ihr euch den fühlen, wenn ihr richtig verliebt wart und der "Arsch" lässt euch auf einmal links liegen und tritt dir gegenüber nach Jahren so Arrogant gegenüber. Vollstes Verständis. Man konnte sich zu jeder Zeit sowohl in Emely's als auch in Elya's(vor allem im 2. Teil wird einiges aufgeklärt :))momentanes Verhalten vollkommen hineinversetzten.
    Und dann dieser Zwiespalt, hey einerseits war er/sie meine große Liebe und habe nur bei dieser Person dieses gewisse etwas gespührt und wurde so verletzt, so enttäuscht, so gedemütigt.. und scheisse jetzt keimen die gefühle für den Arsch schon wieder hoch, und er umwirbt mich mit einer penetranten art und weise die mir einfach immer mehr gefällt.
    Also mein vollster Respekt dir Carina, du hast diesen Spagat sowas von auf den Punkt gebracht. Ich habe mich wie 16 gefühlt. :)Zwischen Gefühlschaos, verdrehtem Verstand und Dinge die plötzlich passierten ein hin und her der Gefühle. (Kennt jemand von euch den Film Magnolien aus Stahl?? Da ist diese Situation als die Mutter ihre eigenen Tochter beerdigen muss und alles zu tiefst verzweifelt und aussichtslos ist und man nur noch heult und plötzlich wird genau da eine extrem lustige Handlung eingebaut das man sofort vom tief verzweifelten weinen in das größte Gelächter verfällt!!! Wunderbar) So ging es mir in der Geschichte sehr oft. Und das ist wirklich eine Kunst für sich genau das auf den Punkt zu bringen. Großes Empathievermögen liebe Carina. :)
    Das einzigste was ich zu "kritisieren" hätte, ist tatsächlich das der 2. Teil wo es endlich mit beiden aufwärst geht und man endlich denkt juhu sie haben sich endlich... dann ist der letzte satz... Morgen... Ich freue mich auf morgen..... was???... Warum??? echt jetzt???? och neee oder???? das kann sie doch nicht machen...?? oder doch???? aber aber warum?? :)
    Also das du dann auch noch auf ein Epilog verzichtet hast hat mich komplett aus der Bahn geworfen... ich hab ein Loch in die letzten Seiten geblättert :).
    Ich würde mich unheimlich freuen(da bin ich nicht allein) das du entweder ein seeeehhhhr langes Bonus oder gleich noch einen 3. Teil über die beiden süßen schreibst und das nicht allzu weit entfern.
    Hab Gnade mit unseren Nerven.
    Vielen Dank das ich meine Meinung äußern durfte und ich würde mich auf eine Antwort von Carina freuen :).
    Viel Spass noch beim 10. mal durchlesen :-P

    Lg Giorgina

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    1. Ich kann dir da nur zustimmen. Man sollte sich nicht so daran aufhängen, dass es relativ "schnell" klar ist, wer hinter Luca steckt. Das ist nicht nur in vielen Filmen, wie du sagst, sondern auch in vielen Büchern so, dass man die Handlung vorhersehen kann.

      Eben diese Tatsache, dass sie ihm nach JAHREN wiederbegegnet. Jahre in denen sie geglaubt hat, dass sie von ihrer großen Liebe nur verarscht wurde. Sie hat mir niemanden darüber gesprochen und den Kummer nur in sich hineingefressen ... das steckt man nicht so einfach weg und deshalb dauert es auch ewig, ehe sie Elyas wieder ihr vertrauen schenkt. Ich finde auch, dass Carina das sehr gut gemacht hat mit dem Aufbau und immer wieder ein schritt vor und zwei zurück, so könnte es auch im wirklichen Leben sein. In vielen Romanen geht alles immer zu schnell.

      Du bringst dieses Gefühlschaos, was in den beiden Büchern steckt wirklich auf den Punkt :D Mehr kann man dazu nicht sagen ^^

      Ach dieser dritte Teil :D Da ist er wieder, schön verpackt in einer laaaaangen Nachricht *grins*

      Danke für deine offene und ehrliche Meinung ;)

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  6. Ja des war mir wichtig das er schön verpackt ist :) Doppelgrins... Die Hoffnung stirbt eben zuletzt!
    Aber Carina muss sich einfach eingestehn das sie uns eine Fortsetzung schuldig is denn wir wollen E & E endlich glücklich erleben zumindest eine Zeit lang:).
    Lg Giorgina

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  7. Ich bin mit dir beinahe völlig einverstanden, aber... ich mag diese Geschichte sehr, aber einige Sache gefielen mir überhaupt nicht. Zum Beispiel: das Autounfall.
    Aber, das war kein erster Teil, wegen ich diesen Roman liebe, sondern... der zweiteste Teil :)) Vieles verstand ich nur dann, wann ich Türkisgrüner Winter las. Und wurde mir klar, wozu das Autounfall brauchte.

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  8. Also das mit Luca sehe ich genauso. Die Autorin hat ja selbst irgendwann einmal gesagt, das es nie darum ging Luca als "wirklichen" Konkurrenten darzustellen, sondern das vielmehr dem Leser schnell klar werden sollte, das Elyas dahinter steckt. Im Nachhinein betrachtet finde ich auch, das die spannende Wirkung die mit Luca hereingebracht wurde, dann ja auch immer mehr abgeflaut ist, als man wusste wer dahintersteckt. Dann wurden die Dialoge zwischen Emely und Lucas ja auch immer weniger und man fragte sich nur noch ob Emely Lucas irgendwann enlarvt oder ob er einfach klammheimlich von der Bildfläche verschwindet.

    Zu dem Kritikpunkt einiger Leute das es keine richtige Liebesgeschichte ist und das man nach einer kurzen Lovestory mit 16 nicht so lange deswegen wütend, enttäuscht und gekränkt sein darf, muss ich auch widersprechen. Ich finde schon, das man besonders im diesem Alter sehr empfindlich ist was die Liebe angeht und das so ein Schock einen fürs Leben prägt und auch den Umgang mit anderen Männern. Emely verbirgt ihre Verletztheit hinter ihren schroffen und abweisenden Art und ich finde die spritzigen Dialoge zwischen den beiden machen doch genau den Charme der Geschichte aus. Emely ist verletzt worden und sie weiß einfach nicht ob sie Elyas Vertrauen kann.

    Und was die Liebesgeschichte angeht...ich finde es ist definitv eine Liebesgeschichte! Eine wunderbare und romantische Geschichte mit vielen zum Teil spannenden Wendungen. Was für mich die Geschichte ausmacht ist das Gefühl was ich dabei habe: ich lese das Buch nicht nur sondern spüre die Geschichte. Man hat das berühmt berüchtigte Herzkribbeln wie zu der Zeit als man selbst so jung war und frisch verliebt war.

    Okay, das mit dem Cliffhanger sehe ich teilweise genauso. Man hätte gut ein Buch draus machen können, aber ehrlich gesagt hätte ich das nicht schön gefunden. Denn dann wäre bestimmt etwas gekürzt worden, weil wer liest schon ein Erstlingswerk von über 1000 Seiten? Und der zweite Band hat seinen eigenen Charme. Nach dem Lesen ist einem auch klar warum es ein "türkisgrüner Winter" ist und ich finde es toll das es zwei Bände gibt. Das schafft auch nochmal eine gewisse emotionale Barriere, da der zweite Band z.T. andere Gefühle transportieren und vermitteln soll als der erste.

    Aber ich bin auch der Meinung wie viele andere: ein dritter Teil muss her. Denn was mich so richtig an Liebesgeschichten stört ist das es ein Happy-End gibt und das wars. Ich will aber wissen wie es weitergeht. Sind die beiden glücklich miteinander, wie gestaltet sich der Alltag etc. Von daher hat auch der zweite Teil ein bisschen was von einem Cliffhanger...unbeantwortete Fragen sind zurückgeblieben, die man sich auch nicht selbst beantworten mag. Einige Fragen sollten vom Autor beantwortet werden und nicht von der Fantasie des Lesers.

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