12 November 2013

Rezension: "Kannst du mir verzeihen?" von Sarah Harvey


Originaltitel: The Advent Calendar
Autor: Sarah Harvey
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2013
Seitenanzahl: 320 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3492302050


Einen Adventskalender bekommt jeder gern – nur nicht gerade vom eigenen Exfreund. Erst recht nicht, wenn er die große Liebe war und man ihn erst vor ein paar Wochen mit einer anderen erwischt hat. Also weiß Hanny nicht so recht, was sie davon halten soll, dass Bastian ihr vom 1. Dezember an jeden Morgen eine kleine Gabe vor die Haustür legt. Mit jedem der kleinen Geschenke scheint er ihr vierundzwanzig mal dieselbe Frage zu stellen: "Kannst du mir verzeihen?"
(Inhalt und Cover: Copyright Piper Verlag)

Oh man ... so schwer war lange keine Rezension mehr. Fang ich damit an, dass mich dieses Buch allein von seiner Geschichte her interessiert hat. Bastian macht einen Fehler und entschuldigt sich mit einem Adventskalender. Jeden Tag legt er Hanny etwas vor die Tür. 

Die Idee finde ich klasse und sie wurde ganz gut umgesetzt. Leider finde ich den Hintergrund und das Ende nicht so besonders gut. Es fängt damit an, dass wir lesen, wie Hanny diesen Verrat empfindet. Dann ist auch schon der erste Dezember und der Kalender beginnt. Wir lernen erst einmal die Charaktere kennen. Die Hauptperson Hanny hat Momente, in denen ich sie sympathisch finde, in anderen kann ich sie einfach nicht leiden. Das Problem ist, dass ich es nicht hundertprozentig nachvollziehen kann, warum sie sich so verhält. Warum redet sie nicht mit ihm und blockt alle guten Ratschläge von ihren Freunden ab? Sie wird die ganze Zeit als ruhig und ausgeglichen beschrieben, als jemand der anderen verzeiht und nicht böse sein kann. Was Bastian angeht, ist sie aber ganz anders. 


Im Laufe der Geschichte lernt man ihre Freunde und Verwandte kennen. Jai ist ihr schwuler Bester Freund und er ist einfach ein Goldstück! So einen Freund möchte jeder haben. Er ist warmherzig, ein wenig verrückt und so liebevoll und aufmerksam. Edith ist seltsam. Sie ist auch verrückt aber auf eine andere Art und weiße. Sie war mir irgendwie nicht ganz geheuer. Achja, dann haben wir noch Annie. Hannys Oma ist ja mal so witzig. Sie benimmt sich wie eine durchgeknallte 20-jährige.

Man lernt Bastian leider nicht wirklich kennen. Hauptsächlich lernt man ihn über die Geschichten und Erinnerungen von Hanny kennen. Er wird in den Himmel gelobt und wirkt auf mich als ein lieber, zuverlässiger und einfach durch und durch guter Mensch. Ein Mensch, der einen kleinen Fehler gemacht hat und das nur, weil ein schwacher Moment ausgenutzt wurde. Ich finde deshalb die Reaktion von Hanny etwas unfair. Jeder reagiert anders aber ihre Einstellung ändert sich meiner Ansicht nach ziemlich oft. Sie ist nur nicht bereit mit ihm zu sprechen.

Die Geschenke, die Hanny bekommt sind ganz süß und haben wirklich alle ihren Hintergrund und in allem ist es eine süße Geschichte, aber dann kommt das Ende und das gefällt mir ganz und gar nicht. Es bleiben doch noch ein paar Fragen offen und durch die Offenbarung am Ende kommen mir zwei Sachen in dem Buch nicht ganz schlüssig rüber oder sagen wir ... Hanny ist sehr leichtsinnig.

Eine sehr süße Geschichte mit interessanten Charakteren. Wer hätte nicht auch mal so einen schönen Adventskalender. Da freut man sich doch gleich noch mehr auf den nächsten Tag als bei einfacher Schokolade oder Tee. Das Ende hat mich leider gar nicht über Zeug. Es war viel zu kurz und die Gefühle, die sich durch das Buch ziehen, fehlen mir. Deshalb bekommt "Kannst du mir verzeihen?" nur 4 Eulchen ... oder eher 3,5 aber da ich keine halben vergebe werden es vier.

Wertung:

Ganz lieben Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!
Nicht alles war rund, aber es war doch eine unterhaltsame und süße Geschichte.








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