15 August 2016

[Rezension] "Zeugenkussprogramm" von Eva Völler

Autor: Eva Völler
Erscheinungstermin: 13. August 2015
Seitenanzahl: 368 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3846600153

Emily, 17, kann es nicht fassen: Nur weil der neue Freund ihrer Mutter sich mit den falschen Leuten eingelassen hat, gerät ihr Leben in Gefahr. Sogar ein Personenschützer wird für sie abgestellt. Pascal, jung und gutaussehend, geht ihr mit seinem Machogehabe allerdings ziemlich auf die Nerven. Schließlich muss Emily sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land, aber Idylle sieht anders aus! Auf einmal ist jeder verdächtig, und Emily weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Nur auf Pascal ist Verlass, er bleibt ihr wichtigster Kontaktmann. Dumm nur, dass Emily und er sich ständig zoffen. Doch wie sagt schon ein altes Sprichwort: Was sich neckt ...
(Cover und Inhalt Copyright by Bastei Lübbe)

Kiss & Crime verspricht in "Zeugenkussprogramm" sowohl eine kleine Krimigeschichte einzuflechten, als auch ganz viel fürs Herz. Ich war also sehr gespannt auf die Mischung der beiden Themen. 

Emmy ist ein süßer Charakter. Typisch Teenager habe auch einen Teil erwachsen, wie sie mit der Situation umgeht. Die perfekte Reaktion fand ich auf das Zeugenschutzprogramm an sich. Der Umzug und die neue Umgebung. Sie reagierte genauso, womit ich auch gerechnet hatte. Mit Ablehnung Langeweile und Genervtheit über dieses dörfliche Leben. 

Pascal mochte ich auch sehr, allerdings habe ich ihn mir anhand des Klappentextes anders vorstellt. Er ist vertrauensvoll und hat sehr schnell Zugang zu der Familie gefunden. Außerdem fand ich seine Reaktionen auf Emily und wie er mit ihr umging gut, aber nicht passend. Man merkte sofort, dass ihm mehr an ihr lag und von der Distanziertheit und seinem Auftreten als knallharten Polizisten fehlte jede Spur. Kein Machogehabe und in der Rolle des Polizisten konnte er mich auch nicht ganz überzeugen. Er wirkte eher wie ein Praktikant als ein Personenschützer.


Die Beziehung der beiden ist gar nicht so, wie ich erwartet hatte. Ich habe mehr Ablehnung, Streitigkeiten und Distanz erwartet. Und vor allem hatte ich gehofft dass mehr aus der Beziehung kommt. Man hat die dieses umeinander herum schleichen zwar sehr gut, aber nachdem die beiden ein Paar wurden, wurde die Autorin mit Informationen sehr knausrig und ich habe die beiden als Paar nicht wirklich wahrgenommen. Gerade dieser Teil sehr spärlich bestückt. Sehr schade.

Ein großes Highlight für mich war Omi Gerti. Sie war genial, eine Schriftstellerin die, wo sie steht und geht ihre Romane in ihr Diktiergerät spricht. Das hat sie unglaublich sympathisch gemacht und zu einem sehr unterhaltsamen Charakter.

Die Geschichte an sich fand ich ganz gut. Ich hätte mir ja teilweise mehr Informationen gewünscht, was den Fall betrifft, das hätte ein bisschen besser ausgearbeitet werden können aber es ist ja ein Jugendbuch und dafür reichte der Anteil schon aus. Von Anfang bis Ende fand ich die Handlung aber interessant und schlüssig und es hat Spaß gemacht, sie zu lesen. Es war gut geschrieben und ich mochte die Charaktere zum Großteil also lies es sich auch gut lesen.

Ein leichter Schreibstil, interessante Charaktere und eine im Grunde spannende Handlung haben mich beim Lesen auf jeden Fall unterhalten. Meine Erwartungen wurden jedoch nicht erfüllt und es steckte viel mehr Potenzial in der Geschichte, als die Autorin ausgenutzt hat. Ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Wertung:

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