10 Oktober 2016

[Rezension] "Dich immer wiedersehen" von Jennifer E. Smith

Originaltitel: The Geography Of You And Me
Autor: Jennifer E. Smith
Übersetzer: Ingo Herzke
Erscheinungstermin: 28. Juli 2016
Seitenanzahl: 336 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-551-55659-2
Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen? Ein wunderbarer neuer Schmöker von Jennifer Smith (“Geschmack von Glück”) – hochromantisch, unterhaltsam und trotzdem mit Tiefgang.

(Cover und Inhalt Copyright by Carlsen Verlag)

Ein wunderschönes Cover und eine Geschichte mit Potenzial sind leider nicht genug. Ich habe mehr von Jennifer E. Smith erwartet, besonders, da ich ihr "Punktlandung in Sachen Liebe" richtig gut fand. "Dich immer wiedersehen" ist für mich leider sehr langatmig gewesen und ich habe mich oft dabei erwischt, dass ich das Ende eines Kapitels herbeisehnte, damit ich das Buch aus der Hand legen konnte.

Erst einmal war ich überrascht, dass die im Klappentext angekündigte Szene in denen die beiden Charaktere im Fahrstuhl feststecken nur wenige Seiten sind. Der Großteil der Story erzählt, wie Lucie mit ihrem neuen Leben in Großbritannien zurechtkommt und Owen mit seinem Vater durch die USA reist, um einen Ort zu finden, wo sie sesshaft werden können. Und natürlich die Sehnsucht der beiden nacheinander.


Die Geschichte konnte mich schlicht einfach nicht überzeugen, weil ich die Charaktere nicht mochte. Sowohl Lucy als auch Owen waren nicht greifbar genug und ich konnte mich in keinen der beiden hineinfühlen. Sie waren langweilig. Sie haben für mich keine tiefe und jetzt im Nachhinein kann ich nicht einmal richtig beschreiben, wie sie charakterlich waren. Beide Einzelgänger und eher verschlossen ... aber mehr will mein Kopf nicht ausspucken. Was macht beide Charaktere aus? Ich kann es nicht beantworten.

Ich weiß nur, dass die Idee der Geschichte ganz süß ist. Zwei Menschen, die sich in einem Fahrstuhl kennenlernen und kurz darauf getrennt werden. Sie sind Kilometer weit voneinander entfernt und müssen immer wieder aneinander denken. Lucy zieht mit ihrer Familie nach Großbritannien aber auch da erfährt man nicht viel über Lucy selbst. Einziger Aspekt, der mir gefallen hat, ist, dass sie und ihre Eltern sich wieder annähern und endlich mal das Gefühl aufkommt, als seien sie eine Familie. Bei Owen ging es mir ähnlich. Er reist mit seinem Vater durch die Staaten, die Beschreibungen der einzelnen Stopps konnte mich aber nicht packen.

Die Geschichte hatte es schwer, weil mich die Charaktere schon nicht überzeugen konnten und eine Geschichte lebt nun einmal von den Charakteren. Für mich war "Dich immer wiedersehen" leider ein Fehlgriff. Zu wenig Tiefe, zu langatmig und keine Charaktere, die überzeugen konnten.

Wertung:

*Vielen Dank an den Carlsen Verlag*

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