13 Juli 2017

[Rezension] "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" von Emily Barr

Originaltitel: The One Memory of Flora Banks
Autor: Emily Barr
Übersetzer: Maria Poets
Erscheinungstermin: 23. März 2017
Seitenanzahl: 352 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-8414-4007-5



Sie hat kein Gedächtnis und nur eine Erinnerung: und dafür geht sie bis ans Ende der Welt.

Ein außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman, den man so schnell nicht mehr vergessen wird. Emily Barrs ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden‹ ist die Geschichte eines Mädchens, das für einen Kuss bis an den Nordpol reist und durch Briefe aus Paris die kleinen bunten Wunder des Lebens entdeckt. Ungewöhnlich berührend und bezaubernd erzählt!

„Ich schaue auf meine Hand. Dort steht Flora, das bin ich. Die Buchstaben auf dem Handrücken bilden meinen Namen. Ich halte mich daran fest. Ich bin Flora. Darunter steht: Sei mutig! Ich schließe meine Augen und hole tief Luft. Ich weiß nicht, warum ich hier bin, aber alles wird gut.“

Flora Banks Leben ist wie ein tausendteiliges Puzzle in allen Farben des Regenbogens. Jeden Tag muss sie es erneut zusammensetzen. Sie muss sich daran erinnern, wer sie ist und was los ist. Manchmal stündlich. Nichts, was seit ihrem 10. Geburtstag passiert ist, bleibt ihr im Gedächtnis. Doch auf einmal ist da diese eine Erinnerung in ihrem Kopf. Und sie bleibt, verschwindet nicht wie die anderen Details aus ihrem Leben. Es ist die Erinnerung daran, wie sie nachts am Strand einen Jungen geküsst hat. Bewaffnet mit Handy, Briefen von ihrem Bruder aus Paris, einem prallgefüllten Notizbuch und tausenden von Zettelchen macht sich Flora Banks auf eine Reise, die sie letztendlich zu sich selbst führt. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie jetzt entscheiden, wer sie wirklich sein will.
(Cover und Inhalt Copyright by Fischer FJB Verlag)

Ein Buch, was mich am Ende noch Überraschen konnte. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist die Suche nach Floras Selbst. Flora hat so gut wie kein Kurzzeitgedächtnis und muss sich immer wieder durch Notizen daran erinnern, wo sie ist und was sie gerade gemacht hat. 

Flora ist ein interessanter Charakter und kann nichts dafür, dass sie mir manchmal auf die Nerven ging. Durch ihre Krankheit kommt es immer wieder zu Wiederholungen und verwirrten Momenten. Flora ist ein sehr abenteuerlicher Charakter, der gar nicht so hilflos ist, wie sie dargestellt wird, zumindest zu Beginn nicht. Es gibt ein Gedanke, der mir das Ende ein bisschen vermiest hat, den ich aber hier nicht anbringen kann, weil ich euch dann Spoilern müsste. Aber das ein Kuss und eine Erinnerung Flora nach Alaska treiben, ist ein aufregender Aufhänger für die Story.


Flora ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte aber die Nebencharaktere sind sehr wichtig. Sie helfen Flora, zu sich selbst zu finden. Paige als ihre Beste Freundin, kann zum Ende hin wieder meinen Respekt sammeln aber am liebenswerten sind einfach die ganzen Leute, die Flora in Alaska kennenlernt, Leute, die einem wildfremden Mädchen helfen, weil sie sie begeistert.

Anfangs ist die Geschichte interessant geschrieben, wie sich Flora immer wieder selbst alles ins Gedächtnis ruft, was sie vergessen hat. Ihre ganzen Notizen auf Armen, Notizzetteln und in Notizbüchern. Doch das konnte mich nicht lange aufrecht erhalten. Es wurde langatmig, wie sie sich immer an alles zu erinnern versucht. Bis die Reise beginnt, war ich nur mäßig begeistert. Die Reise an sich und die ersten Tage in Alaska waren wieder interessant und man konnte sehen, wie Flora ohne einen Aufpasser zurechtkommt, allerdings gab es auch hier wieder Abzugspunkte, allerdings nicht aufgrund von Langatmigkeit, sondern weil Flora immer verrückter wird. Ihre Gedankengänge konnte man kaum nachvollziehen. Gegen Ende gibt es aber eine, eigentlich zwei Wendungen, die den Blick auf die ganze Geschichte etwas veränderten, zum positiven. Ich finde aber auch eine Aussage nicht nachvollziehbar, die ich euch wieder nicht verraten kann, um euch nicht zu Spoilern.

Eine interessante Geschichte, die auch gut umgesetzt wurde, allerdings wurde Flora auf Dauer etwas anstrengend. Die Handlung konnte mein Interesse wecken aber auch hier schwankte es sehr. Manche Passagen wurden langatmig, verwirrend und für mich nicht nachvollziehbar.


Wertung:

♥ Vielen Dank an den Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar ♥

Kommentare:

  1. Ach schade, ich hatte es mir voll perfekt vorgestellt :D Der Klappentext klingt schon gut... Wenn ich es mal in der Bibliothek entdecke, werde ich es mir mal mitnehmen, das geht ja immer :)
    LIebst, Lara.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Lara,
      ich hab mir bei dem Klappentext schon überlegt ob es gut wird, man kann bei so einer Thematik eben auch viel falsch machen oder nicht gut rüberbringen. Vielleicht gefällt es dir ja besser als mir :)
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Hallo liebe Franzi : )
    oha.... ja, als ich gelesen habe worum es geht dachte ich auch ob es nicht für den Leser ab und zu nervig ist denn für den geht ja auch immer wieder alles Neu los ^^ Da ich selbst ja so unheimlich vergesslich bin kann ich mich mit der Protagonistin anfreunden *lach*. Also braucht man etwas Geduld um das Buch zu lesen, lese ich raus :)
    Liebe Grüße
    Romi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallihallo Romi,
      anfangs ist das noch okay aber umso öfter sich alles wiederholt wurde es nervig, aber noch schlimmer finde ich den Logikfehler gegen Ende. Bzw. kommt es mir wie ein Logikfehler vor.
      Liebe Grüße

      Löschen
:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

Danke für euren Kommentar! ♥
Liebste Grüße