25 Januar 2018

[Rezension] "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland

Originaltitel: Lost for Words
Autor: Stephanie Butland
Übersetzer: Maria Hochsieder-Belschner
Erscheinungstermin: 02. Oktober 2017
Seitenanzahl: 320 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-426-52075-8
Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Stephanie Butlands herzergreifender Roman erzählt vom Wunder der Liebe und von der heilenden Kraft der Literatur.
Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?
(Cover und Inhalt Copyright by Droemer Knaur Verlag)


"Ich treff dich zwischen den Zeilen" ist eine besondere Geschichte. Eine stille Liebesgeschichte, eine Geschichte über ein Mädchen, mit einer prägenden Vergangenheit, eine Geschichte über eine Frau, die den Mut findet, um zu sich selbst zu stehen und sich zu vertrauen.

Es ist nicht einfach, die richtigen Worte für dieses Buch zu finden. Wir lernen die Protagonistin Loveday kennen. Sie ist auf dem Weg zur Arbeit und findet ein Buch, nichts Dramatisches aber durch dieses Buch lernt sie Nathan kennen und mit ihm beginnt ein neuer Abschnitt ihrer Geschichte. Loveday erzählt uns ihre Geschichte, in dieser Art ist auch das Buch geschrieben. Sie erzählt uns in drei Epochen, was passiert ist. Immer abwechselnd entdecken wir ein Stück ihrer Kindheit, ihrer Vergangenheit mit Rob und der Gegenwart, in der sie Nathan begegnete. Alles dreht sich um Loveday, die durch die Ereignisse in ihrer Vergangenheit zu einem Menschen, der sich lieber mit Büchern als mit Menschen umgibt, geworden ist. Sie fühlt sich in Gegenwart andere nicht wohl, mag keine Unterhaltungen, redet niemals über sich und möchte möglichst allen Aktivitäten die mit anderen Menschen zu tun haben aus dem Weg gehen. Man merkt ziemlich schnell, dass etwas in ihrer Vergangenheit vorgefallen sein muss und sie verletzt wurde. Was genau aber geschehen ist, erfahren wir erst nach und nach. 


Nathan ist ein wichtiger Bestandteil und derjenige, der Loveday ein bisschen aus ihrem Schneckenhaus locken kann. Er ist ein interessanter Charakter, den ich schnell in mein Herz geschlossen habe, allerdings hätte ich gern noch ein bisschen mehr über ihn erfahren. Er ist ein Zauberer, ein Dichter und ein sehr liebevoller, geduldiger und freundlicher Mann, der Loveday eine Hand reicht. Neben ihm spielt auch Archie, der Besitzer des Buchladens eine große Rolle. Er ist ein fantastischer und unterstützender Charakter, der einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. 

Was ich an diesem Buch besonders liebe, ist die Literatur darin. Von der ersten, bis zur letzten Seite wird man mit Büchern und Gedichten konfrontiert. Das Antiquariat ist ein Rückzugsort für Loveday, dort ist sie von dem Umgeben, was sie liebt und man merkt ihre Liebe zu den Büchern eindeutig. Aber sie kann sich nicht ewig hinter einem Buch verstecken und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Diese rückt immer mehr in den Vordergrund und verbaut ihr die Zukunft, die vor ihr liegt.

Lovedays Geschichte ist keine klassische Liebesgeschichte. In erster Linie dreht es sich um Sie, wir entblättern Loveday Seite für Seite und lernen Sie richtig kennen und das auf eine tief berührende Art. Ich habe mit Loveday mitgelitten und konnte in manchen Dingen ihre Gedanken gut nachvollziehen. Obwohl ich die Charaktere sehr mochte, mich die Geschichte berührt hat und ich die Bibliophilie großartig fand, hat es nicht ganz für 5 Punkte gereicht. Mir fehlte mehr zu Nathan, mehr Emotionen zwischen ihrer Beziehung und besonders das Ende konnte mich nicht ganz von sich überzeugen.

Eine besondere Geschichte, die Dich tief berühren wird, wenn du es zulässt. Mit Loveday hat die Autorin einen faszinierenden Charakter geschaffen, über den ich immer mehr erfahren wollte. Die Nebencharaktere sind mir aber auch sehr ans Herz gewachsen. Ich hatte wundervolle Lesestunden und kann es nur empfehlen.

Wertung:

♥ Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar ♥

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