27 März 2018

[Filmrezension] Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

www.filmstarts.de
Originaltitel: The Shape of Water 
Regie: Guillermo Del Toro
Laufzeit: 123 Minuten
Genre: Drama, Fantasy
Land: USA
Produktionsjahr: 2018

Besetzung:
Sally Hawkins: Elisa Esposito
Michael Shannon: Richard Strickland
Richard Jenkins: Giles
Octavia Spencer: Zelda Delilah Fuller
Doug Jones: Amphibienmensch
Michael Stuhlbarg: Dr. Robert Hoffstetler / Dimitri
David Hewlett: Fleming
Nick Searcy: General Hoyt

Handlung:
In Bildern und Atmosphäre schwelgendes, düsteres Märchen über eine einfache Putzkraft, die sich in eine Kreatur aus dem Amazonas verliebt.

Etwas Ungeheuerliches lebt in einem Geheimlabor der US-Regierung: ein Amphibienwesen, aufgespürt in den Tiefen des Amazonas! Auf der Höhe des Kalten Krieges verspricht sich Geheimagent Richard Strickland (Michael Shannon) einen militärischen Vorteil – und foltert das Wesen gnadenlos. Sehr zum Leidwesen der Putzfrau Elisa (Sally Hawkins), die seit einem schlimmen Erlebnis in ihrer Kindheit stumm ist und ihr Leben nur mithilfe strikter Tagespläne bewältigen kann. Dafür bringt sie das Einfühlungsvermögen mit, das den kriegsbesessenen Agenten um sie herum fehlt. Bald findet sie einen Draht zu der geheimnisvollen Kreatur. Der Verbindung zwischen den beiden Außenseitern entwickelt unausweichlich eine gefährliche Dynamik und schon bald muss Elisa eine Störung ihrer Routinen bewältigen, die sie sich nie hätte träumen lassen...


Ein US Militärlabor, dass ein Wesen untersucht, welches halb Mensch, halb Amphibie ist. Und eine stumme Putzfrau, die sich mit genau diesem Wesen anfreundet. Die Handlung klang schon interessant und der Trailer des Films gab mir den Rest. Ich musste diesen Film schauen.


Elisa ist ein faszinierender Charakter. Sie ist stumm. Im ganzen Film, spricht sie nicht. Sie verständigt sich nur mit Gebärdensprache, von der die Übersetzung im Bild eingeblendet wird, oder ihre Freunde übersetzen für Sie. Man hat keine Gedanken oder keine innere Stimme von ihr, erkennt aber anhand ihres Gesichtes oft, was sie denkt oder wie sie sich fühlt. Die Schauspielerin hat ein unheimlich ausdrucksstarkes Gesicht. Elisas Leben besteht aus einer Routine, die durcheinandergebracht wird, als in das Militärlabor, in dem sie putzt, ein Wesen eingeliefert wird, was sie fasziniert. Elisa hat mich mit ihrer sympathischen, freundlichen Art auf ihre Seite gezogen. Sie ist witzig und was noch wichtiger ist, einfühlsam. Jeder betrachtete das Wesen als unnatürlich und feindlich, aber sie wagt den Schritt und freundet sich mit ihm an. Sie ist unheimlich mutig, was sich im Laufe der Geschichte noch mehr herauskristallisiert. 

Das Wesen ist fantastisch dargestellt. Das Wesen schaut zum Großteil neugierig. Er ist ein bisschen wie eine neugierige Katze mit seinen großen Augen und den Geräuschen, die es von sich gibt. Wenn man ihn beobachtet ist er einfach süß. Aber in ihm steckt auch eine wilde Seite, die man nicht vergessen darf. 

Zelda und Giles sind die beiden Menschen, die Elisa am nächsten stehen. Sie übersetzen für sie und stehen ihr zur Seite ... und das nicht nur bei alltäglichen Dingen. Beide werden sehr liebenswert dargestellt und die Schauspieler wurden in meinen Augen auch super ausgewählt. Richard Jenkins und Octavia Spencer mag ich als Schauspieler eh schon sehr. Der Einzige, der mir in dem ganzen Film nicht gefallen hat, war Richard Strickland. Derjenige, der den Amphibienmensch gefangen hat und der ihn quält. Natürlich ist es ein Charakter, den man nicht mögen sollte, aber er wird einfach widerlich dargestellt. Jede Geste, jedes Wort rief nur Ekel in mir hervor. Gruselig.

Die Handlung von "The Shape of Water" konnte mich vollkommen überzeugen. Die Einführung in das Leben von Elisa zeigte, dass sie die Routine mag, bis der Amphibienmensch auftauchte. Ab da wurde es spannend und ich mochte es sehr, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Elisa aufbaute. Beide können nicht mit menschlichen Stimmen kommunizieren, aber scheinen sich doch auf ihre Art auszutauschen und anzunähern. Die Geschichte umfasst den Beziehungsaufbau, die Flucht und die Jagd von Richard Strickland nach dem Wesen. Es wird spannend, bildgewaltig und auf seine Art romantisch. Die beiden ungleichen Wesen, die doch so viel gemeinsam haben und zusammengehören.


Vielen Dank an den Droemer Knaur und 20th Century Fox für das Kinoticket.

Hinweis: Das Buch lese ich als nächstes. Dazu wird es auch eine Rezension geben und vor allem werde ich dann einen direkten Vergleich Buch - Film schreiben. 

1 Kommentar:

  1. Mir hat der Film auch total gut gefallen, obwohl ich wenig erwartet habe (war nicht so der Fan von dem Fischwesen im Trailer und auf dem Poster ;)). Aber die Handlung war wirklich toll umgesetzt und die Schauspieler echt super!

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